Einleitugstext von 2017

Das Thema der POLARITÄT und die große weibliche kollektive Wunde die das kranke PATRIARCHAT in dieser Welt hinterlässt, in der die Hexen- und Frauenvernichtung des Mittelalters, auf sehr subtile Weise fortgesetzt wird, ist mir im Jahr 2016 so unglaublich um die Ohren gehauen worden, das ich auch selbst immer noch in tiefen Prozessen damit stecke.

Es ist zwar richtig, das diese polare Welt unserer geistigen Entwicklung dient, trotzdem bin ich nicht der gleichen Ansicht, wie viele spirituelle Leute/Lehrer sie haben, in der sie behaupten, das alles "Licht und Liebe" ist.

Alle Menschen, die ich bisher in meinem Leben kennen gelernt habe, die das behaupten, litten bei näherem Kennenlernen unter schweren menschlichen Spaltungen und Dissoziationen. Wohin das führt, kann man z.B. deutlich sehen, wenn man sich vor Augen führt, das eine ganze Nation unreflektiert einen Mann wie Trump an die Regierungsspitze "wählt"..., oder immer noch duldet, das es Kriege, Menschenhandel und Kinderprostitution u.v.m. dergleichen gibt - ja es gibt Ecken in unsere Erde, da sind Frauen fast ausgestorben, da dort weibliche -Föten abgetrieben und -Babys absichtlich getötet werden - für mich unfassbar !!!

 

Positives Denken allein wird uns definitiv nicht daraus bringen...

Solange wir nicht als Geistwesen durch diese Welt wandeln, sondern auch mit der Wahrheit, das wir heute ,hier und jetzt als "Menschen" in dieser Welt sind, braucht es nicht die Abspaltung, sondern die Anerkennung von Licht und Schatten, Freude und Schmerz, Liebe und Angst. Und nur die Liebe ist in der Lage nach und nach die Angst, die die Dualität in der menschlichen Erfahrung "real" schafft, im Herzen zu schmelzen und es bringt überhaupt nichts, so zu tun als hätten wir keine Angst oder würden keinen Schmerz empfinden. Der einzige Weg dadurch ist absolute "Herzöffnung" für alles was ist und das kann sehr unangenehm sein und es braucht viel Mut und Wahrhaftigkeit sich dem zu stellen, wie ich jeden neuen Tag an mir selbst erfahre.

 

John De Ruiter, ein sehr guter spiritueller Meister unserer Zeit, hat letztens etwas sehr klares dazu gesagt.

"Wenn Dein Geist zu 95% schon spirituell erwacht ist, haben die 5% Ego, die übrig bleiben, die Macht, die Herrschaft über die 95% zu übernehmen..."

Das ist der Grund, weshalb wir eine 100%ige Entscheidung für die LIEBE brauchen!!!

 

EMOTIONS- und HERZENSARBEIT (vor allem auch in Bezug auf den weiblichen kollektiven Schmerzkörper) wird daher für mich persönlich und für Euch in meiner Bewusstseinsarbeit, ab April, an erster Stelle stehen.

 

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Das zweite große Thema für mich persönlich

ist das Thema "TREUE".

Für mich war liebende Sexualität immer eine mir angeborene große Gabe und Geschenk Gottes. Für mich gibt es die Trennung zwischen Liebe und Sexualität nicht und ohne Treue und Verbindlichkeit innerhalb einer Beziehung, kann sich die Liebe nicht entfalten. Meine letzte Beziehung hat mir das nur wieder allzu schmerzhaft bewiesen.

 

Der wunderbare Text über die Liebe von Kahlil Gibran, beinhaltet ebenfalls eine klare Zeile dazu, die ich im Folgenden in Großbuchstaben schreibe:

 

"Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin, auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann. Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie, auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettern kann wie der Nordwind den Garten verwüstetet. Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich. So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich. So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern, steigt sie hinab zu deinen Wurzeln und erschüttert sie in ihrer Erdgebundenheit. Wie Korngarben sammelt sie dich um sich. Sie drischt dich, um dich nackt zu machen. Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien. Sie mahlt dich, bis du weiß bist. Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist. Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer, damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl. All dies wird die Liebe mit dir machen, damit du die Geheimnisse deines Herzens kennen lernst und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst. ABER WENN DU IN DEINER ANGST NUR DIE RUHE UND DIE LUST DER LIEBE SUCHST, DANN IST ES BESSER FÜR DICH, DEINE NACKTHEIT ZU BEDECKEN UND VOM DRESCHBODEN DER LIEBE ZU GEHEN.

In die Welt ohne Jahreszeiten, wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen, und weinen, aber nicht all deine Tränen. Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst. Liebe besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen, denn die Liebe genügt der Liebe. Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken, denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf. Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen. Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen: Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein, der seine Melodie der Nacht singt. Den Schmerz all zu vieler Zärtlichkeit zu kennen. Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein, und willig und freudig zu bluten. Bei der Morgenröte mit beflügeltem Herzen zu erwachen und für einen weiteren Tag des Liebens dank zu sagen. Zur Mittagszeit zu ruhen und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen. Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren, und dann einzuschlafen mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen und einem Lobgesang auf den Lippen." 

 

Ich finde, das dieser eine Satz auf den Punkt trifft, woran unsere ganze menschliche Gesellschaft krankt. Sexuelle Liebe braucht dringend wieder die Rückverbindung zum Göttlichen, zu unserer wahren Essenz und Treue. Das Patriarchat hat uns die Lüge erzählt, das Sex zum Vergnügen da ist, und damit kollektiv zu einer Spaltung von Sex und Liebe geführt und die Kirche hat es anschließend mit Scham und Schuld, für die in ihrem Bild natürlich nur die Frauen verantwortlich waren, getoppt.

Starke Frauen, die schon immer wußten, das das eine Lüge ist und "die wahre Kraft von sexueller Liebe auf göttliche Weise" (wie Barry Long es nennt) kennen und leben wollen, wurden und werden bis heute meist gebrochen und beseitigt. Und da wir Frauen zum überwiegenden Teil, durch den dadurch entstandenen großen kollektiven Minderwert des Weiblichen so eingeschüchtert sind, die allgemein "normale" Sexsucht, uns so sehr von unseren Körper-Wahrnehmungen und Gott abgeschnitten hat und wir keine anderen Erfahrungen kennen, halten wir diesen Sexdrive oft sogar für unsere eigene Wahrheit und identifizieren uns mit männlichen Normen, obwohl die meisten von uns instinktiv wissen, das wir uns betrügen lassen. Männer wissen um unsere Angst verlassen zu werden, wenn wir uns dem nicht unterordnen und wir lassen immer mehr zu, das sie das gegen uns und zu ihrem eigenen Vorteil benutzen, um uns Frauen für ihr Vergnügen zu kontrollieren. Sie denken sich dabei nicht einmal mehr was böses. In ihren Augen ist das normal. Sie lassen lieber "Lieben", statt sich der Gefahr, des eigenen offenen Herzens zu stellen. 

Der schlimmste Nebeneffekt für uns Frauen ist, das wir immer mehr in der Vereinsamung landen, weil wir in jeder anderen Frau eine potentielle Konkurrentin sehen. Innerhalb dieses, von Männern gewollten Kontrollsystems für uns Frauen, untergraben die Männer aber auch sich selber, weil sie all das auch ihrer eigenen inneren Frau an tun und seelisch in der dahinter steckenden Angst verkümmern.

 

"SEXUELLE LIEBE AUF GÖTTLICHE WEISE", sexuelle Liebe aus dem Sein heraus, nicht aus dem machen, hat die größte heilige und heilende Macht, die es überhaupt gibt!!!

Sie ist einzig und Allein dazu da "LEBEN ZU SCHAFFEN". und damit ist in meinen Augen (und meiner Erfahrung) nicht gemeint, das sie nur dem Kinder zeugen dient. Diese Art wirklich zu lieben öffnet alle unsere Lebens-Energiezentren wieder, die sich im Laufe der Jahrhunderte der Spaltung immer mehr geschlossen haben. Wir können sie nutzen um jeden Tag bewusst aus diesem ureigenen Jungbrunnen zu trinken. 

- Doch hat die Sache einen Haken. Mit dem öffnen der Energiezentren, in dieser stillen und unspektakuleren suchtfreien Art zu Lieben, kommen alle alten verdrängten Schmerzblockaden, die uns bisher am Leben  gehindert haben wieder nach oben und wollen gefühlt, gereinigt und aufgelöst werden, unter Umständen sehr unangenehm. Hier braucht es viel Mut, Bewusstheit, verbindliche Treue in der Liebesbeziehung und standfeste Geduld mit uns selbst und unserem Partner.

Auch ist durch den langjährigen Missbrauch unserer heiligen Genitalien, eine Zeit erforderlich um diese wieder zu sensibilisieren. Ein Penis der nicht liebt, sondern "vögelt", ist wie die Hand eines Arbeiters. Um sich zu schützen, bildet die Haut Schwielen und Horn und stumpft ab. Das gleiche geschieht in der Vagina. Und wie bei jeder Sucht muß die Dosis immer höher werden, damit wir überhaupt noch einen Kick verspüren. Für Männer ganz nett, weil sie ihren Druck entladen können, für Frauen auf Dauer eine energetische Katastrophe und ich glaube einer der Hauptgründe, warum immer mehr Frauen sich komplett aus der Sexualität zurück ziehen.

 

Doch haben Yoni (der heilige Garten unserer Vagina)

und Lingam (der göttliche Stab, der Penis)

IMMER die Macht und Magie sich gegenseitig in der

"stillen Liebe" wieder zu heilen.

 

Ich selbst bin viele Jahre auf diesem Weg, doch erst in den letzten ca.5 Jahren habe ich erste wirklich tiefe Einblicke in diese unglaublich Kraftquelle in mir ernten dürfen: sie ist zutiefst nährend, befriedigend und verbindend. Diese Erfahrungen sind so erfüllend und tief, das es für mich persönlich nie wieder etwas anderes geben wird.

 

Leider ist meine Erfahrung mit den Männern an meiner Seite, immer wieder die gewesen, das Ihnen Ihr Vergnügen wichtiger war, als wahrhaftig zu Lieben. Doch egal was die Männer getan haben, ich bin mir gerade in den letzten Jahren selbst treu geblieben. Und das hat sich für mich und meine Körperwahrnehmung und Liebe gelohnt.

 

Es ist Zeit, das wir Frauen wieder die Führung innerhalb der Liebe übernehmen, "JA" sagen zu unseren weiblichen, von Natur aus gleichberechtigten Qualitäten - zuerst über die Rückverbindung zum Göttlichen, zu unseren Wurzeln und unserer wahren Essenz und dann zu der Liebe zu unseren Männern. Anders herum funktioniert es nicht!

Wenn wir in den Kampf gegen das Patriarchat gehen, werden wir verlieren.

Wenn wir Frauen wieder in unsere göttlich verbundene Essenz kommen und von dort aus die Liebe regieren

lassen, werden beide Seiten gewinnen!

 

Liebe und Freiheit wird wieder werden, was es in meinen Augen ist. Eine Münze von 2 Seiten: "Ein und das Selbe"

 

Ich sehe mich als eine ganz normale Frau, irgendwo auf der Mitte dieses Weges. Selbst zutiefst verletzt von dieser patriarchalen Welt, habe auch ich mich verirrt und verraten im Glauben an die falschen Vorstellungen mit denen ich kontrolliert werden sollte, habe selbst kontrolliert, habe selbst verraten, habe selbst mißbraucht, da ich es nicht besser wußte. Bin selbst ein Kind der Dualität in mir. Als solch ein Mensch möchte ich auch gesehen werden. Ich bin nicht die große Meisterin, die schon alles im Griff hat und werde es vielleicht nie sein. Doch das ist nicht wichtig. Wir sind alle gleich und ich kann Euch lediglich mit den Werkzeugen dienen, die es jetzt schon in meinem Leben gibt und die sich zukünftig entwickeln werden. Und Fehler gehören zu meinem und jedem Leben dazu.

 

Warum ich das schreibe?!

 

Ich habe gerade im letzten Jahr nochmal sehr deutlich erleben dürfen, wie schädlich der Kult der Idole in unserer menschlichen Welt ist, wie schwer es diese Menschen haben, einfach Mensch sein zu dürfen und angebliche Meister getroffen, die ungefragt und übergriffig mir ihre Wahrheit als die einzig Richtige verkaufen wollten.

 

 "Auch wenn Du von 100 Erleuchteten umgeben bist, höre immer und ausschließlich auf die Wahrheit Deines eigenen Herzens."(mir unbekannter Autor)

 

Ich bin nur ein Mensch, der Euch ein paar Werkzeuge an die Hand geben kann, um in Eurem Herzen weiter zu kommen, aber ob es auch für Dich/Euch die richtigen Werkzeuge sind, weißt nur Du allein.

 

Doch in diesem Sinne werde ich "mein Bestes für Dein Bestes" im Sinne für unser Aller Wachstum gerne geben.

 

 

 

 

(P.S.: Weitere sehr gute Lehrer zu Treue und Verbindlichkeit in der sexuellen Liebe: John de Ruiter, Barry Long, Diana und Michael Richardson, Sai Baba)

 

 

Paar-Jahrestreffen 2016

                                                                                        2.Januar 2015

Hallihallo Ihr Lieben,

 

wie versprochen möchte ich Euch jetzt teilhaben lassen, an Pedros und meinem Jahrestraining 2015 / Forschungsprojekt  für Paare, bezüglich „sexueller Liebe auf (tantrische) göttliche Weise" (nach Barry Long). Wir haben im Netz gesucht und festgestellt, das es viel zu wenig Austausch über Erfahrung damit gibt und daran möchten wir etwas ändern :o))) !!! 

 

Denn wie Ihr wisst, fast nichts ist mir so wichtig wie der Frieden zwischen Mann und Frau.

Wir haben uns darauf geeinigt, das ich schreibe, da er seine eigenen Prioritäten in seiner Musik hat und sich deshalb nicht kümmern kann. An dieser Stelle möchte ich daher auch betonen, das es bei all dem, was wir für uns, und wenn ihr möchtet auch mit Euch, teilen wollen, um etwas sehr persönliches geht. Wir können nicht wissen, was für einen anderen Menschen gut ist! In meinen Gruppen stelle ich immer wieder fest, das die meisten Menschen, was unsere Sexualität angeht, gerade auch im Austausch darüber so befangen sind, das wir unsere einfachsten Bedürfnisse nicht mehr ausdrücken können, weil die „falschen Machthaber in Staat, Kirche und Religionen“ es über die Jahrhunderte wirklich gut geschafft haben, aus dem natürlichsten Wunder der Welt, einen der größten Komplexe der Angst, Scham und Schuld werden zu lassen.

An eigener Haut haben auch wir Beide lang immer wieder erleben dürfen, welch tiefe erfüllende Erfahrungen körperlich und seelisch möglich sind, aber auch die Abgründe tiefer Enttäuschungen, Schmerz, Traumatas bis hin zu Resignation, oft weil wir die einfachsten Grundregeln über die Andersartigkeit von Mann und Frau nicht kannten. Wir wissen oft die einfachsten Dinge nicht, wie z.B. das die Frau immer über das kommuniziert, was sie fühlt und der Mann über das, was er denkt – woraus sich so viele überflüssige Missverständnisse ergeben.

 

Würden wir nicht alle unser Leben und das unserer Kinder sehr vereinfachen und bereichern, wenn die männlichen und weiblichen Unterschiede in Verhalten und Sein schon an den Grundschulen dieser

Welt gelehrt würden ? !!!

 

Gott hat durch Mann und Frau das Abbild der Dualität und Trennung erschaffen, doch gleichzeitig auch die beiden Puzzleteile , die gerade durch ihre Polarität, und das auch in der Sexualität, wieder „ein Ganzes“ werden können.

(Ich vermute, dass das Gleiche in der Homosexualität auf energetischer Ebene auch passiert, das ist allerdings ein anderes Thema, mit dem ich mich nicht auskenne.)

 

Vor einigen Jahren ist mir das Buch von Barry Long „Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“ über den Weg gelaufen und war sofort wie eine Offenbarung für mich. Die Richardsons haben dann in „Zeit für Weiblichkeit, Zeit für Männlichkeit und Zeit für die Liebe“ und auch in Ihrem wunderbaren Film „Slow Sex“ den Anfänger-Grundstein für jeden gelegt, der tiefer in seine bewusste Sexualität eintauchen möchte. Besonders gut gefällt mir bei Ihnen , das sie sogar beschreiben, das in der herkömmliche Sexualität, die wir alle leben, nur die erste Hälfte der sexuellen Erfahrungen erlebt werden kann.

 

Von etlichen Frauen, denen ich das Barry Long Buch empfohlen habe, kam immer wieder ein „Ja – das ersehne ich mir auch!!! Aber mit den Männern dieser Welt geht das nicht!“ Und viele Männer können sich in Zusammenhang nicht vorstellen „ das guter Sex über Entspannung kommen kann und noch weniger können sie sich vorstellen, das es ein Hochgenuss werden könnte, ohne Ihre Zielgerichtetheit auf den Orgasmus und die Ejakulation.“

 

Ihr Lieben, in unserem Jahres Übungs- und Beobachtungsprogramm, geht es nicht darum herkömmliche Sexualität zu verurteilen. Sie ist nicht falsch oder richtig. Sie ist einfach, was sie ist. Wir möchten Euch aufmerksam machen, das darunter noch etwas viel schöneres und tieferes wartet, das es zu entdecken lohnt.

 

 

Ich z.B. habe jetzt das Glück mit Pedro einen Mann an meiner Seite zu haben, der mir immer wieder sagt und mich darin unterstützt, mir selbst absolut treu zu sein, vor Allem in meiner Sexualität. Dadurch, das er das bedingungslos tut, habe ich das erste mal in meinem Leben erkannt wie stark meine inneren ankonditionierten patriachal geförderten Ängste sind und ich bin Ihm unglaublich dankbar, das ich jetzt mit seiner Hilfe mehr in meine Kraft kommen darf. Ihre Frauen darin zu unterstützen, dazu sind nach meiner Erfahrung, nur sehr wenig Männer bisher in der Lage, weil es bedeutet, das eigene Herz auch für den Schmerz und die Entwicklung der Liebe zu öffnen, statt das nur uns Frauen zu überlassen und es gehört viel Mut dazu- Danke, Danke, Danke !!!

(Buchtip für den mutigen Anfang ;o) : Männer lassen lieben, von Wilfried Wieck (Psychologe), der wunderbar beschreibt wie er selbst als Mann erkannt hat, das er lieber lieben lässt, statt das eigene Herz zu öffnen und warum) Jetzt aber zu meinen Konditionierungen:

 

-                ich, als Frau bin mein ganzes Leben  (in meinem coabhängigen Kindheits-Umfeld und später in der Gesellschaft = männliche Macht Manipulation des Patriachates ) dahin trainiert worden, es den Männern recht zu machen, mich um sie zu kümmern wie eine Mama. Ich musste erst mal begreifen, das es anders sein kann und vor allem darf.

-                wenn ich als Mädchen nicht so gehandelt habe, wie „Mann“ in meiner Familie es wollte, bin ich ausgeschlossen worden.

-                wenn ich mich weiblich ausgedrückt habe, wurde über mich gelacht

-                wenn ich mich allerdings angepasst habe ans männliche System – und das habe ich sehr gut gelernt - hatte ich auch ein manipulatives Machtmittel in der Hand = (m)ein weiblicher antrainierter Schattenanteil, um wenigstens so ein wenig Kontrolle zu haben, statt Liebe.

-                Ich habe erlebt wie eine ganze Gesellschaft Sexualität nur auf „Männliches“ Vergnügen ausrichtet, statt auf Liebe.

-                Aus der falschen Sicht auf die Sexualität, die ich gelernt habe, war ich teilweise ein heftigerer Macho, als ein Mann es sein könnte (Osho sprich in seinen Büchern auch darüber, das Frauen die nicht als Frauen leben dürfen und geachtet werden, zu „den noch härteren Männern“ werden). Ein Mann hat mir in solch einem Augenblick in der Sexualität meiner Jugendjahre mal gesagt, er wäre sich wie ein Mini vorgekommen über den ein LKW gebrettert ist. Und ich war damals auch noch stolz darauf und hielt ihn für einen Waschlappen – Ganz schön hart, nicht wahr!? Aber auch das war für mein Wachstum auf dem Weg zu Erfüllung wichtig und ich hoffe auch für Ihn... ;o) . Ihm fehlte aus Nichtwissen Präsenz und mir aus gleichem Grund die Hingabe.

-                Ich habe erlebt wie die Frauen meiner Familie sich alle nach und nach von Ihrer Sexualität verabschiedet haben und Ihre Männer am langen Arm haben verhungern lassen oder Ihre Männer mit Ihrer emotionalen Furie fertig gemacht haben. – Muster die ich auch lange gelebt habe, und bei denen ich bis heute immer noch ab und an Zeit brauche, sie endgültig heilend zu verabschieden.

-                Unwissen und grenzenlose Hilflosigkeit auf beiden Seiten und jede Menge unnötige Verletzungen, Missbrauch und Gewalt.

 

Auch Pedro ist mit ähnlichen Konditionierungen groß geworden, wie  z.B.:

 

-                Ich habe von meinem Vater das Erbe bekommen: „Frauen haben keine Ahnung von Sexualität und davon, was wir Männer brauchen“. Offene Gespräche über  Sexualität gab es deshalb bei uns zu Hause zwischen Ihm und meiner Mutter nicht. Sexualität war tabuisiert und es gab eine Trennung in Hure und Heilige Mutter. Ich habe die Einstellung meines Vaters als Verrat an meiner Mutter wahr genommen und heute weiß ich, aus der Aufstellungsarbeit nach Hellinger, das gestörte Sohn-Mutterverhältnisse einen riesen Einfluss darauf haben, ob ich mich als Mann stark und kraftvoll, oder unsicher und minderwertig fühle, auch in meinen eigenen Paarbeziehungen und dem Erfolg in meinem Leben.

-                In der Gesellschaft habe ich früh beobachtet, das Männer und Frauen sich immer mehr auseinander, statt zueinander hin bewegten. Jeder flüchtete in seine eigene Welt, da es keine Kommunikationsebene gab. Dies war der Nährboden für mein Gefühl „Getrennt zu sein“.

-                Durch den Mangel an Kommunikation begann ich die Welt heilen zu wollen, in dem ich es den Frauen recht machen wollte, um meine Mutter zu retten. Dadurch verleugnete ich meine eigene innere Manneskraft.

-                Auch bekam ich immer wieder das Gefühl, das die Generation, die den Krieg mitgemacht hat, all die erlebten Traumatas nur über Verdrängung ertragen konnte, und ich dadurch ein Muster sah, das mir vorlebte, wie wichtig es ist sich alles im Leben „schön zu reden“, auch wenn unten drunter ganz klar ist, das es nicht stimmt. Das konnte ich oft auch in den mich umgebenden Partnerschaften wahr nehmen.

 

Und so, oder ähnlich haben wir es fast alle erlebt, geprägt durch Jahrhunderte falscher Vorstellungen, Werte und Konditionierungen.

 

Die tantrische Liebe, nach Barry Long, in der es um bewusste körperliche Liebe und nicht um vergnügliches Austoben geht, entwickelt sich heute mehr und mehr zum heilenden Jungbrunnen meiner jetzigen Partnerschaft und mir/uns.

 

Was ist anders und warum ist das für mich und uns so?

 

Ich schreibe jetzt einfach mal eine kleine Gegenüberstellung  dessen, was sich durch tantrische Liebe in meinem Leben verändert hat und auch weiterhin noch wächst:

-                durch das Schulen meines Bewusstseins, auch auf körperlicher Ebene, werde ich immer feinfühliger.

-                Meine Vagina regeneriert und wird wieder zum eigenständigen liebevollen empfänglichen Organ, das sie im Ursprung mal war. (Das Buch „Zeit für Weiblichkeit“, von Diana Richardson, beschreibt sehr schön , was damit gemeint ist.)

-                Ich erlebe immer tiefer, das der liebende Penis meines Partners in mir, der nicht auf sein Vergnügen ausgerichtet ist, sondern nur auf die Liebe, wie ein Heilungszauberstab funktioniert. Er ist in der Lage alle alten, verletzten Emotionen, die sich bei mir als Frau in meiner Vagina, oft in Form von Verhärtungen angesammelt haben, zu transformieren. Und oh Wunder - er kann das sogar ohne irgendetwas dafür zu tun, nur durch seine präsente Anwesenheit !!!

-                Normale Sexualität war für mich immer mit Anstrengung verbunden, der Jagt nach dem Orgasmus und wie bei jeder süchtigen Handlung musste die Dosis immer höher werden- sprich die Anstrengung wurde immer größer und ich fühlte mich hinterher fast immer leer und ausgelaugt. Auch wenn mein Partner „kam“, und ich noch nicht mal lauwarm war, kam immer wieder anschließend der große Frust und ich fühlte mich als Frau falsch und minderwertig.

Die Sexualität über die „bewusste Entspannung“ zu leben beschert mir immer mehr Wunder: Ich fühle mich entspannt und ausgeglichen, fühle mich endlich als Frau und bekomme Energie, statt sie zu vergeuden. Der Orgasmus ist mir nicht mehr wichtig und wenn ich ab und zu einen „Entspannungs = Talorgasmus“ bekomme, ist das jedes Mal ein kleines Energiewunder, das ich mir nie zu träumen gewagt hätte. Besonders schön daran ist auch die Tiefe innere Liebesverbindung, die bestehen bleibt und sich ausdehnt, statt ab zu brechen, wie es oft beim normalen Sex der Fall ist. (Leider ist mein Ego oft noch sehr stark und ich „will“ das bei der nächsten sexuellen Begegnung dann wieder so, und schon sitze ich in meiner eigenen Erwartungsfalle ;-))...

-                das Machen verschwindet immer mehr und Liebe wird mehr und mehr wieder zu der gemeinsamen Präsenz und Hingabe, als die sie gedacht ist.

-                Zur tantrischen Arbeit gehört gerade auch für mich als Frau die intensive Auseinandersetzung mit meinem Weiblichen Schmerzkörper, kollektiven Minderwertigkeitsgefühl und meinen Emotionen. Für mich persönlich ist das die Aufgabe, die mich am meisten fordert und fördert. Und jedes Mal wenn ich es heute, nach langem Training, hinbekomme meine Gedanken zu beobachten und in den Griff zu kriegen, wenn sie mich unbedingt wieder in Opfer-Täterspielchen verwickeln wollen, bin ich zutiefst Dankbar. Es wird aber wohl trotzdem noch ein Weilchen eine meiner Haupttrainingsecken bleiben.

 

 

Und jetzt zu Unserer Jahrestrainings-Idee für Jeden der einmal tiefere und neue Erfahrungen mit seiner Sexualität machen möchte:

 

 

Wir laden Euch ein, dieses Jahr eine Art Paar-Tagebuch zu führen über die tantrische Liebe nach Barry Long. Das wird auch für Namakua und mich folgender maßen aussehen:

 

Was wir brauchen / Werkzeuge:

 

- Das Buch von Barry Long „Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“ und dieses wenigstens vorab einmal   gemeinsam als Paar lesen.

 

- ein Diktiergerät oder ihr könnt Stift und Zettel nehmen, je nach dem, was für Euch stimmiger ist.

 

- der Fragenkatalog (stelle ich in den Anschluss zum Kopieren)

 

- und die freiwillige partnerschaftliche Verpflichtung Euch von heute an erst mal für 1 Jahr, so oft Ihr könnt auf diese tantrische Art zu lieben und zu vereinigen, Euch zu beobachten wie es Euch damit geht und Eure Erfahrungen mit dieser Art von Sexualität anschließend in einem Tagebuch zu sammeln und miteinander „liebevoll“ aus zu tauschen.

 

- Am Sa., den 09. 01. 2016 laden wir Euch ein zu einem Fest, wo ein offizieller, aber gleichzeitig geschützter Rahmen für einen gemeinsamen Austausch gegeben sein wird. Der Veranstaltungsort richtet sich dann nach der Teilnehmerzahl und jeder bringt einfach etwas Leckers zu essen und zu trinken mit für unser gemeinsames Buffet. Jeder der daran teil nehmen möchte meldet sich dann bitte über meine Webseite: www.elisabethstraeter.org bis Ende November 2015 verbindlich an. Dort werden wir Euch auch über jede neue Info und Entwicklung auf dem Laufenden halten.                                                                                                 Wenn bei Eurem Jahrestraining z.B. Fragen auftauchen, die Euch wichtig erscheinen, schickt sie mir und wenn wir meinen das sie für alle wichtig sind kommen sie zum Fragenkatalog dazu.

 

- Dieses Jahrestraining ist so für uns alle ein großes kostenfreies Geschenk!

 

- Zusätzlich unterstütze ich auch gerne mit meiner „bezahlten“ ;o) Arbeit, wenn Ihr z.B. eine Paarsession braucht, weil Ihr nicht weiter kommt, oder mit Emotionen und Trauma zu tun bekommt. Und gerade auch Euch Frauen lade ich hiermit noch mal ein zur neu beginnenden Frauengruppe am 31.01.15 (näheres auf meiner Webseite)

 

FRAGENKATALOG:

Wie Ihr wisst, soll es ein (verlängerbares) Ganzjahres-Projekt werden, das dazu dient „es Euch gut und/oder besser gehen zu lassen“. Alle Fragen dienen Eurer Selbsterkenntnis Unterstützung. Seit geduldig und sanft mit Euch und Euren neuen Erfahrungen. Wenn ein Neugeborenes laufen lernen will, braucht es auch Eure Liebe und Geduld und genauso ist es, wenn ihr vollkommen neue Lebensbereiche aufbaut: zuerst beginnt zaghaftes über den Boden Robbeln, dann Krabbeln, dann die ersten kleinen Schritte und zum Marathonläufer unter Umständen viele Jahre ;o))). Nehmt alle Fragen als Unterstützung in Eure Kommunikation und Euren Paaraustausch und nicht als ein Muss.

Wenn Du selbst unsicher bist frag auch mal Deinen Partner. Bei Pedro und mir ist es so, das wir mittlerweile soviel Vertrauen ineinander aufgebaut haben, das wir uns unsere Starken- genau wie die Schwach-stellen immer in Liebe spiegeln, so gut es gerade möglich ist. Und selbst wenn dabei mal eine Emotion explodiert, dann ist das eben so und es ist nicht schlimm. Die Liebe ist eben der beste Egokiller. Versucht so ehrlich und offen wie möglich zu sein, euch selbst und Euren Partnern gegenüber und ihr werdet überrascht sein, wie viel Nähe und Intimität daraus wachsen wird.

 

Wir freuen uns jedenfalls riesig, auf jeden der Lust hat uns dieses Jahr mit seinen eigenen Erfahrungen zu begleiten. Also, auf geht’s und ich werde im Laufe der Monate immer mal neue Fragen mit einbauen, die uns alle vielleicht noch ein bisschen tiefer bringen:

 

1.Teil: erst mal zur Selbsterfahrung, egal ob Mann oder Frau:

 

- Warum möchte ich etwas an meiner herkömmlichen Sexualität verändern ?

- Wie fühle ich mich in der normalen Sexualität als Mann oder Frau? Was ist schön daran und womit habe ich Schwierigkeiten?

- Was glaube ich über die sexuellen Unterschiede von Mann und Frau zu wissen?

- Habe ich schon Erfahrung in tantrischer Sexualität und wenn, welche?

- Es gibt im Tantrischen 2 verschiedene Wege in die Sexuelle Bewusstseinserweiterung. Beide dienen ihr auf unterschiedliche Weise.

Der eine auf eine eher sehr Unpersönliche, in der männlich und weiblich austauschbar bleibt, über Energiearbeit ins „Höher, Schneller, Weiter“,

der andere in die „essentielle einfache stille Verbindlichkeit von Mann und Frau“ so wie Barry Long sie gelehrt hat. Wenn ich mich für diesen Weg entschieden habe: Warum? Was zieht mich an? Was weiß ich für mich schon jetzt, nach dem lesen, auch ohne Erfahrung, das es meiner inneren Wahrheit entspricht? Und wenn ich schon Erfahrungen gemacht habe, welche haben sich für mich als wahr bestätigt und welche nicht?

 

 

2.Teil: für Frauen

 

 

- Was macht mich in meiner Sexualität schon jetzt glücklich? Was möchte ich behalten? Was möchte ich verändern und los werden ?

- Wie wichtig ist mir meine erfüllte Sexualität?

- Was erhoffe ich mir von der tantrischen Liebe nach Barry Long?

- Welchen Bezug habe ich zu meinem Körper? Auch im Hinblick auf meine Sexualität?

- Was bedeutet Liebe für mich?

- Was kann ich damit anfangen, das ich als Frau „die Liebe“ bin?

- Was empfinde ich für mich, bei den weiblichen Essenzeigenschaften von „rezeptiv, empfangend, nährend, haltend, lebendig, strahlend, leuchtend, fein und sanft, zärtlich, verständnisvoll und einfühlsam“ aber auch dem Gegenteil „aufbrausender Wut wenn die Essenz zurück gewiesen wird“

- Weiß ich meine weibliche Essenz zu schätzen?

- Was verstehe ich unter weiblicher Macht? Und wie lebe ich sie?

- Wie empfinde ich mich in der Fähigkeit meine Beziehung zu führen?

- Kenne ich den Unterschied von meinen Gefühlen und Emotionen und wie kann ich bisher damit umgehen?

- Kann ich mich selbst annehmen wie ich bin?

- Wenn nicht, was bedarf der Heilung?

- Kann ich meinen Körper annehmen und lieben so wie er ist?

- Wenn nicht, was Bedarf der Heilung?

- Wie weit kann ich meine Liebeszentren spüren: mein Herz, meine Vagina, meine Gebärmutter?

- Wie weit kann ich meine Sinnlichkeit, Schönheit und Lebensfreude spüren?

- Wie weit kann ich meiner Liebe vertrauen?

- Wie weit kann ich meiner inneren Weisheit und meinem inneren Wissen vertrauen?

- Was ist für mich der Unterschied zwischen Liebe und Sex? Oder habe ich vielleicht schon Beides in mir verbunden?

- Bin ich in der Lage aus dem Glauben aus zu steigen „es dem Mann in meiner Sexualität recht zu machen“ und mir und meinem Körper voll zu vertrauen? Und wenn nicht, was hält mich davon ab?

- Habe ich ein gutes Selbstwertgefühl als Frau, gerade auch in meiner Sexualität?

- Weiß ich von den 5 Vaginagrundtypen, die alle in der Sexualität etwas anderes brauchen?

- Wie reagiert mein Partner auf meine sexuellen Wünsche?

- Bin ich in der Lage meinen Partner in der Sexualität absichtslos zu berühren?

- Fühle ich mich dabei sicher und geborgen oder fühle ich mich oft in seine Richtung manipuliert?

- Was tut mir besonders gut, um mich vor unserer Sexuellen Verabredung selbst mit Energie auf zu laden?

 

 

3.Teil: für Männer

 

- Was macht mich in meiner Sexualität schon jetzt glücklich? Was möchte ich behalten? Was möchte ich verändern und los werden?

- Wie wichtig ist mir meine erfüllte Sexualität?

- Was erhoffe ich mir von der tantrischen Liebe nach Barry Long?

- Welchen Bezug habe ich zu meinem Körper? Auch im Hinblick auf meine Sexualität?

- Was bedeutet Liebe für mich?

- Was kann ich damit anfangen, das ich als Mann „Präsenz“ bin?

- Was empfinde ich für mich bei den männlichen Essenzeigenschaften von „geben, entscheiden, handeln, führen, navigieren, frei sein, meinem Lebenssinn folgen, immer am Rande von Abenteuer und scheitern, erforschen des Unbekannten, Herzöffnung durch leidenschaftlichen Sex“ aber auch dem Gegenteil „aufbrausender Wut, wenn Verpflichtung erdrückend wird “

- Weiß ich meine männliche Essenz zu schätzen?

- Was verstehe ich unter männlicher Macht? Und wie lebe ich sie?

- Wie empfinde ich mich in der Fähigkeit für mein Lebensziel und meine Ideale ein zu stehen?

- Kenne ich den Unterschied von meinen Gefühlen und Emotionen und wie kann ich bisher damit umgehen?

- Kann ich mich selbst annehmen wie ich bin?

- Wenn nicht, was bedarf der Heilung?

- Kann ich meinen Körper annehmen und lieben so wie er ist?

- Wenn nicht, was Bedarf der Heilung?

- Wie gut kann ich meine Liebeszentren spüren: meinen Penis und mein Herz?

- Wie gut kann ich meinen Körper und meine Gefühle spüren? Was unterstützt mich dabei am Besten?

- Kenn ich den Unterschied zwischen Sex und Liebe?

- Bin ich in der Lage auf meine Fantasien während der Sexualität zu verzichten und ganz in meiner Präsenz im Körper, in diesem Augenblick und mit meiner Partnerin zu sein? Wenn nicht, was unterstützt mich am Besten darin dies fühlen zu lernen?

- Bin ich in der Lage meine Partnerin in der Sexualität absichtslos zu berühren?

- Zu geben, bringt mich als Mann in meine Kraft. Bin ich in der Lage meiner Partnerin zu geben ohne etwas dafür haben zu wollen? Habe ich Freude am Geben?

- Was ist für mich der Unterschied zwischen Liebe und Sex? Oder habe ich vielleicht schon Beides in mir verbunden?

- Kann ich Nähe zu anderen Männern zulassen, ja vielleicht sogar genießen? Oder lehne ich das ab?

- Kann ich meinem inneren Wissen vertrauen?

- Was habe ich für eine Mutterbeziehung und wie wirkt sie sich auf meine Partnerschaft aus? Merke ich, wenn ich Mutterbilder auf meine Frau projeziere ? Habe ich mir das schon mal näher angeschaut?

- Fühle ich mich Frauen gegenüber im Alltag eher „Hochwertiger“,

im stillen Kämmerlein aber voller Angst vor ihrer „unberechenbaren“ und instinktiven wilden Kraft?

- Habe ich ein gutes Selbstwertgefühl als Mann, gerade auch in meiner Sexualität?

- Weiß ich davon, das ich mich als Mann zwar der Frau anpassen kann in der Sexualität, das dass aber umgekehrt nicht funktioniert?

- Wie reagiert meine Partnerin auf meine sexuellen Wünsche?

- Fühle ich mich dabei sicher und geborgen oder fühle ich mich oft in ihre Richtung manipuliert?

- Was tut mir besonders gut, um mich vor unserer Sexuellen Verabredung mit Energie auf zu laden?

 

4. gemeinsame sexuelle tantrische Erfahrung:

 

- Wie geht es mir, wenn wir erst mal nur im Augenkontakt sind? Wenn ich den weichen Blick der Herzöffnung dabei schon kenne, wie geht es mir damit?

- Wie geht es Dir in der Übung, der bewussten und absichtslosen Berührung, ohne Ziel?

- Kann ich meinen Körper gut wahr nehmen dabei, oder fühlt er sich eher stumpf, tot oder gelangweilt u.ä. an?

- Wie geht es mir mit dem „nichts tun“ und statt dessen durch „geschehen lassen“?

- Wie gut bin ich mit meinem Atem verbunden?

- Wie gut kann ich im Hier und Jetzt mit meinem Partner bleiben ohne mich von den dauernden Gedanken ablenken zu lassen?

- Kann ich guten Kontakt zu meinem Partner/Partnerin und unseren Genitalien halten? Und was geschieht im Augenblick in der Stille?

- Habe ich schon Erfahrung mit der Heilkraft von Penis (Lingam, heiliger Stab) und Vagina (Yoni/göttlicher Garten)? Habe ich als Frau z.B. schon erlebt wie der Penis eine schmerzhafte Emotion aus meiner Vagina nimmt oder habe ich, als Mann, die tiefe Ruhe-Entspannung schon spüren dürfen die ich auch ohne Tun in der Vagina geschenkt bekomme?

- Wie geht es uns ohne Sexdrive miteinander? Wie ist es für uns wenn alle Erwartungen und Forderungen wegfallen? Stimmt das überhaupt?

- Wie fühle ich mich vor und nach der Sexualität? (Sowohl in der herkömmlichen als auch in der tantrisch bewussten.)

- Habe ich/Haben wir schon den Unterschied zwischen einem „Gipfelorgasmus“(= durch Anspannung) und einem „Talorgasmus“ (= durch Entspannung) kennengelernt? Wie empfinden wir ihn. Was sind die Unterschiede für uns?

 

 

Weitere Fragen erfolgen im Laufe des Jahres.

Sollten Einige von Euch, sich bei manchen Fragen überfordert fühlen, lasst Euch davon nicht abschrecken. Es ist ganz natürlich das bei unbekannten Bewusstseinsbereichen Widerstände auftauchen. Empfangt sie mit einem Lächeln, denn sie sind der erste Schritt zur Transformation. Sucht Euch diejenigen heraus, die Euch persönlich weiter bringen, erforscht sie „mit Freude und Leichtigkeit“ nur für Euch selbst. Wenn Ihr Verständnisfragen oder ähnliches habt in Eurem Prozess könnt Ihr diese natürlich gerne auch an uns wenden, und wir beantworten sie so gut es in unserer Macht steht.

 

Alles Liebe, Elisabeth Mareia und Namakua Pedro

Jahrestraining, Teil 2 - Impotenz & Lustverlust

11.3. 2015

Was mich berührt...

im Bezug auf unser Jahresforschungsprojekt

mit der tantrischen Liebe,

ist das TABU Thema der Gesellschaft:

 

„Impotenz bei Männern & Lustlosigkeit bei Frauen“

(= Voraussetzung ist, das aus ärztlicher Sicht die körperliche Gesundheit abgeklärt und in Ordnung ist !!!)

 

 

Ich behaupte, das der herkömmliche Sex dafür verantwortlich ist, das Frauen in Ihren Beziehungen immer öfter „keine Lust auf Sex“ mehr haben!

 

 

Als ich mit meinem tantrischen Weg begonnen habe, war es mir völlig fremd zu hören, das unsere Genitalien (sowohl beim Mann, als auch bei der Frau) eigenständige Organe zum Wohle unserer Liebesentwicklung und -Fähigkeit sind, die genau wissen was die Liebe braucht und zwar nicht aus dem „Machen“, sondern dem „Sein“ heraus!

 

Als typische Frau dieser Gesellschaft, kannte ich nur den normalen Sex, bei dem ich immer unglücklich und leer zurück blieb, ohne erklären zu können warum. Also strengte ich mich noch mehr an – Leistung und Ziel - Leistung und Ziel - Leistung und Ziel – und nie ein wirklich befriedigendes Ergebnis. Ein Mann brachte meinen Körper sogar mal dazu, das ich eine weibliche Ejakulation hatte, bei der ich fast einen Meter weit spritzte und er von oben bis unten nass war. Nachdem, was ich vorher über Sexualität gelesen hatte, hätte ich danach doch zufrieden sein müssen ohne Ende!? Doch was geschah wirklich? – Es war Stress pur für mich und meinen Körper. Ich war unglücklich, todmüde und zwei Tage taten mir alle Muskeln weh und der Mann an meiner Seite verstand die Welt nicht mehr. Meine Vagina war so überreizt, das ich wochenlang keine Lust auf nichts mehr hatte und der Gedanke an Sex mich einfach nur noch abtörnte. Ich wusste damals,

das der Mann mich liebt, aber nachdem was passiert war, glaubte ich

wieder mal, das ich falsch bin.

 

Ich laß Barry Long "Sexuelle Liebe auf göttliche Weise" und auch, wenn ich Ihn damals, wie gesagt, an vielen Stellen nicht verstand, wusste ich sofort, das er meine Wahrheit aussprach. Doch es fehlte mir mehr Info und vor allem eigene Körpererfahrungen.

 

Unter anderem bei Diana Richardson fand ich, was ich für mich brauchte. Sie hat die wirklichen Funktionen der „Pole der Liebe“ ganz wunderbar in Ihren Büchern erklärt, sowohl in „Zeit für Weiblichkeit“ als auch in „Zeit für Liebe“.

 

Erst einige Jahre später machte ich die Erfahrung meines ersten Talorgasmus, der aus der Entspannung und nicht aus der Anspannung entsteht. Das war wie eine der wichtigsten Offenbarungen meines Lebens für mich. Endlich war ich als „Frau“ richtig, genährt,  glücklich und vor allem voller Kraft und Verbindung in mir und zu meinem Partner.

 

Seit dem ist meine fette Lernaufgabe, das nicht zu wollen (dann geht es nämlich nicht!!!) sondern geschehen zu lassen und weiter „Sein“ zu lernen.

 

Warum dauerte es so lange bis ich dies erleben durfte?

Ganz einfach: Mein Körper und mein Geist waren so stark desensibilisiert, durch die falsche Konditionierung zum herkömmlichen „Sucht-Sex“ (In meinen Augen benutzen wir alle diese Art von Sexualität zum weg beamen, genau wie mit jeder anderen Droge auch!), die ich die ersten 40 Jahre meines Lebens erfahren habe, das es eine ganze Zeit braucht mit Beidem wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Und ich bin noch mitten drin immer heiler und damit auch „bewusster“ zu werden. Erst heute gelingt es mir ganz langsam auch in meiner Partnerschaft zu erfahren, wie auf diesem Weg echte Intimität erst möglich wird, und die Liebe wächst, statt sich wie sonst im Nichts auf zu lösen. Und unsere wunderbaren Liebesorgane werden wieder zu dem, wofür sie in diese Welt gekommen sind. Ja – ich erlebe mittlerweile sogar Ihre heilende Wirkung und behaupte:

 

Der liebende (nichts machende, nichts haben wollende, sondern bedingunglos gebende und seiende) Penis, ist in der Lage, weibliche Emotionen (in meinem Fall sogar alte Trauma-Verletzungen) aus der Vagina zu ziehen. Und die befreite, geheilte, endlich wieder empfangende, nichts fordernde Vagina ist umgekehrt wieder in der Lage auch dem Mann zu geben, was er wirklich braucht: tiefen inneren Frieden und wieder zurück kommen in seinem inneren ruhende Wesen, seiner Essenz.

 

Wieso ist diese so tiefe Art der Liebe aber so schwer lebbar?

 

Unsere ganze Gesellschaft ist darauf ausgerichtet uns alle klein zu halten, statt in die Eigenständigkeit kommen zu lassen. Das Patriachat und die Moral von Kirche und Staat hat uns über Jahrhunderte gut dahin trainiert uns in unserer Angst gefangen zu halten.

Und ich behaupte, das sie sogar unsere Sexualität ganz bewusst dahin manipuliert haben, wo sie sie haben wollten, um uns immer mehr zu „vereinsamen“ und zu trennen. Denn genau das tut die herkömmliche Sexualität. Sie potenziert das Leid zwischen Männern und Frauen und trennt uns immer weiter von uns, unseren Partnern/innen und von unserem göttlichen Ursprung.

 

Auch Sai Baba war es glaub ich, der gesagt hat:

ein Mann, eine Frau, ein Gott... = Die Liebe in Ihrem Ursprung dient der "Verbindung" mit Gott /dem Göttlichen

 

Für mich persönlich geht der Weg genau dort lang. Aber die Jahrhunderte lange Ausbeutung aller Frauen hat dafür gesorgt (= großer kollektiver weiblicher Minderwert!), das wir Frauen keine Ahnung mehr davon haben, das wir innerhalb unserer Beziehung wieder die gefühlsmäßige Führung übernehmen lernen müssen und es auch können.

Allerdings müssen wir Frauen uns auch dafür entscheiden für unseren Schmerzkörper (der bei Männern nicht so stark ausgeprägt ist, wie bei uns) Verantwortung zu übernehmen und endlich damit aufhören die Männer dauernd für die Vergangenheit zu bestrafen. Es geht um echtes Fühlen, Verzeihen und Loslassen im Jetzt. Es geht darum unsere „wahren“ Liebes-Bedürfnisse neu zu entdecken und zu erforschen und dann dafür ein zu stehen und wenn Dein Partner/Mann Dich liebt freut er sich über Dein Glück und wird Dir folgen. Denn (liebende) Männer lieben es wenn es Ihnen gelingt, Dein König in der Liebe sein zu dürfen und Dich in Deinem Glück zu unterstützen.

 

(An dieser Stelle lade ich Dich als Frau noch mal gezielt ein zu meiner Frauengruppe, weitere Termine auf Anfrage)

 

Im Augenblick fangen wir an zu erwachen und wissen tief in unserem Herzen, das dort eine Wahrheit schlummert, die weit über unsere Tiernatur hinausgeht. Wir erkennen mehr und mehr das es jetzt wieder darum geht uns auf das „Eins-werden“ ein zu lassen und ich komme damit zu meiner weiteren Behauptung:

 

Die Impotenz, unter der immer mehr Männer leiden, liegt meiner Meinung nach ebenfalls an der herkömmlichen Sucht-Sexualität die wir seit Jahrhunderten leben!

 

Leider ist es mir als Frau nicht möglich für ein paar Tage mal in einen Männerkörper zu schlüpfen um eure körperlichen Abläufe nach zu vollziehen und daher bleibt alles was ich jetzt schreibe in gewisser Hinsicht Spekulation, Theorie und Erfahrungs-Zusammentragung meines eigenen Erlebens mit Euch oder auch durch Freunde, Partner, Lehrer und Bücher.

 

Mann und Frau sind wie zwei Seiten einer Medallie, die göttliche Manifestation unserer Dualität. Auch in der Liebe und Sexualität. Die jetzigen Generationen haben die Aufgabe beide Qualitäten, Yin und Yang, auch in sich selbst wieder in Einklang zu bringen. Es ist dabei wichtig zu erkennen, dass das Weibliche auch das Wissen allen Lebens in sich birgt.

Als Bild ist das Weibliche für mich der Fluss mit dem Wasser des Lebens gefüllt und das Männliche bildet das Flussbett, gibt die Form und die Richtung. Eins bedingt das andere und wir brauchen im Inneren, wie im Äusseren Beides um Ganz zu sein. Der Fluss würde ohne das Bett einfach versickern im Nichts.

 

So ist es auch in der Sexualität. Natürlich wäre: Der Mann gibt die Form aus seiner „Freiheit“ heraus, in der die Frau Ihre „Liebe“ füllt. Ganz Wichtig: Sie ist dabei der rezeptive Teil. Sie fliesst einfach und es liegt an Ihm, ob er sein Flussbett mit weit geöffnetem Herzen baut, damit Ihre Liebe und Hingabe auch seine innersten Täler durchdringen kann und ihn zu seiner innersten Kraft, liebenden Autorität und inneren Freiheit zurück bringt.

 

Oder ob er (wie in der normalen –meiner Meinung nach für den Menschen unnatürlichen Sexualität üblich!) ihren Fluss für sein Vergnügen benutzt.

In der Natur gibt es viele gute Beispiel dafür: Der männliche Wille hat Flüsse begradigt, seinem Willen unterworfen, nur um zu sehen, das das Wasser und alles Leben darin stirbt. Hat "Mann" die Füsse wieder ihrem natürlichen Lauf zurück gegeben, kam das Leben wieder.

 

Der Mann kann sich in der natürlichen liebevollen Sexualität der Frau anpassen, Ihrer Liebe Rückhalt und Form geben –

umgekehrt geht das nicht !!!

 

Und genau dort ist der große Knoten in unserer Gesellschaft. Die patriarchale Ausbeutung der Frauen, hat im Mann große unbewusste Schuldgefühle hinterlassen und der kollektive Schmerzkörper der Frauen, lässt ihn genau das vom ersten Tag an seines Lebens spüren.

 

-       Mütter haben keine Partner mehr und greifen auf die unschuldige Liebe ihrer Söhne zurück. Das wirft den Kleinen Jungen in einen großen Konflikt. Zum einen ist er gefühlsmässig völlig überfordert. Das sorgt dafür, das er sich sehr früh von seinen Gefühlen und seinem Herzen abschneidet um seine Mutter zu beschützen, was natürlich nicht seine Aufgabe ist und auch nicht sein darf.

 

-       Zum zweiten wird er zum Konkurrenten des Vaters. Dieser ist auch für Ihn nicht greifbar und lässt auch Ihn im Stich. Der Junge ist der Mutter im wahrsten Sinne ausgeliefert (und projezieren dies sehr oft wenn sie erwachsen sind auf ihre Partnerinnen)

 

-       Oft haben die Mütter obendrein, selbst wenn sie das nicht offenbaren oder unbewusst ist, eine unterschwellige Abneigung gegen die männlichen Genitalien, gegen Sexualität (denn tief in sich wissen sie das sie bei der herkömmlichen Sexualität nicht geliebt, sondern benutz werden)

     und geben dem kleinen Jungen vom ersten Tag an das Gefühl von

     „Dein Penis - das ist Pfui“ mit auf den Weg. Was wiederum zur körperlichen

     und seelischen Abspaltung führt.

 

-       Die Gesellschaft, Kindergarten, Schule, Uni, Arbeit und herkömmliche Rolle des Mannes kommt dann auch noch mit völlig falschen Bildern zu den kleinen Jungen. Wirkliche Männer fehlen und sie wachsen mit Spiderman, Supermann und Illusionen vom ewig funktionieren auf “... mal eben 100000 Mails checken und dann die Welt retten...“ – die Donalds und die Goofys bekommen im realen Leben, an eigener Haut oft sehr schnell zu spüren das alle etwas anders von Ihnen erwarten... Druck – Druck –Druck... Leistung – Leistung – Leistung... Schneller – Schneller – Schneller...

 

In diesen sich selbst produzierten „Fallen des Patriarchats“ beginnen die Männer zu stürzen, auch und gerade in der Sexualität. Das männlich weibliche Prinzip hat begonnen sich gegen sie zu verkehren. Mit der herkömmlichen Sexualität werden unbewusste Frauen entweder zu Machos, so hart, wie kein Mann es je sein könnte, schlagen mit Ihrer Furie alles kaputt, oder sie beginnen mehr und mehr sich und ihre Weiblichkeit und Sexualität komplett zu verschließen. Und genauso gibt es immer mehr Männer, auch schon sehr junge, die impotent werden. Zum einen, weil Ihre Herzen zu sind und zum Anderen weil ihr von Natur aus hochsensible Penis, selbst bei starken rubbeln kaum noch zu fühlen ist. Er steckt wie unter einer dicken Hornhaut, die „die harte Arbeit Sex“ mit sich gebracht hat.

Und genau wie bei jeder anderen Droge auch: Je höher die Dosis, desto größer die Abstumpfung. Der falsche Minderwert steigt, und dann kommen oft noch Medikamente  wie z.B. Viagra und ähnliches ins Spiel, die alles nur noch Schlimmer machen. Und der dadurch entstehende oft viel zu harte, gefühllose Penis sorgt für neue Verletzungen in der Frau... Teufelskreis !!!...

 

Doch es gibt Heilung auch für Euch Männer.

 

-       Zuerst müsst Ihr Männer Euch klar machen, das ihr für die falschen Bilder, mit denen Ihr in diesem Patriarchat groß geworden seid nichts könnt, aber beginnt damit diese in Frage zu stellen. Schaut Euch an, wie eure Eltern oder andere Paare in eurer Kindheit euch geprägt haben. Familienaufstellungen sind wunderbar dafür und können hilfreich bei der Heilung sein.

 

-       Tut gezielt wieder etwas für euch und eure Körper um euch fühlen zu lernen: z.B. Atemarbeit, Massagen, Yoga, Tai-Chi, Tanzen, sich mit der Natur verbinden u.s.w.

 

-       Lernt euch mit anderen Männern über eure Gefühle aus zu tauschen. Ganz wichtig auch für die Heilung alter Vater Themen.

 

-       Befreit Euch von der Illusion in der sexuellen Liebe Leistung erbringen zu müssen. Darum geht es hier nicht. Es geht um ein offenes Herz und Deine männliche Präsenz – das ist alles was es braucht um Deine und die Liebe Deiner Partnerin zum Blühen zu bringen.

 

-       Männer mit Potenz-Problemen haben oft sehr große Angst vor Frauen und davor sich in Ihnen zu verlieren. In der gesunden Sexualität ist es für die Frau das wichtigste „zu Lieben“ – für den Mann ist es das Wichtigste „in seine Freiheit“ zu wachsen. Es ist für Beide wichtig zu erkennen, das Beides, die gleiche Münze ist, nur von der anderen Seite. (Bei manchen Paaren ist es umgekehrt, je nachdem wie die inneren Männer und Frauenwerte funktionieren) Wenn die Frau sich wirklich durchdrungen fühlt von der männlich präsenten Liebe, gibt sie ihm automatisch die Kraft, die er für seine Freiheit braucht und umgekehrt – wir sind die beiden Pole des gleichen Planeten.

Das kann aber nur geschehen, wenn wir aufhören Sexualität als „Ort der Leistung“ zu betrachten. Wirklich gute Sexualität kann nur geschehen, wenn wir wieder im „Sein“ ankommen – unsere Genitalien wissen was zu tun ist - ohne Ziel.

Und genau das ist es, was sich für die meisten Männer erst mal anhört und anfühlt, als wenn wir Frauen sie kastrieren wollten. Ihr könnt es Euch einfach nicht vorstellen und es fehlen Erfahrungswerte.

Außerdem verlangt es von Euch eure Komfortzonen zu verlassen. ...Ich habe allerdings gehört, das Männer Herausforderungen lieben, also...traut euch, es lohnt sich ;o))).

 

-       Auch ein Grund für Impotenz ist ein nicht gefühlter Hass auf die Mutter, der dann auf jede Frau/Partnerin projeziert wird. In dem Du Dich Ihr verweigerst, zeigst Du unbewusst Deiner Mutter (und dem Weiblichen) den Stinkefinger. Deine wirklichen Gefühle zu fühlen ist scheinbar zu gefährlich. Wenn dazu vielleicht unbewusste Traumas, wie z.B. Kindesmissbrauch steckt, braucht

     es professionelle Hilfe. Es gibt aber immer mehr wirklich gute Trauma-Therapeuten.

 

-       Es kann auch sein, das Du Potenz Probleme hast, weil Deine Seele weiter ist als Dein Körper. Wenn wir anfangen uns wirklich zu öffnen, macht der Körper oft erst einmal schlapp. Alte Verletzungen kommen an die Oberfläche und es braucht Zeit zu heilen und wieder empfindsam werden zu können und zu dürfen.

 

-       Diana Richardson, erklärt in Ihren Büchern sehr schön wie die Liebespole von  Mann und Frau aufeinander reagieren, auch wenn sie gestört sind. Es kann daher z.B. auch sein, das Dein Penis völlig in Ordnung ist, aber die Vagina Deiner neuen Partnerin so voller alter Emotionen und Gier steckt

     (die die herkömmliche benutzende Sexualität über Jahre verursacht hat) das Dein gesunder und empfindsamer Penis, sich davon zurückgewiesen fühlt. Doch lasst Euch davon nicht abschrecken. So paradox das klingen mag, dein weicher Penis hat gerade jetzt die Macht, in dem Ihr Eure Genitalien nur aneinander legt, ganz viel Heilung für Euch Beide zu schenken.

     (mehr dazu in „Zeit für Liebe“, Diana Richardson) Und sei nicht überrascht wenn er plötzlich ganz von alleine wieder kommt, gerade weil Du nichts mehr von Ihm forderst.

 

-       Und noch ein wichtiger Irrglaube: „Der Penis muss stehen, wenn ich mit meiner Frau schlafe.“ – Falsch – Auch der weiche Penis kann in die Vagina und beiden ein großes Wohlgefühl geben! Wenn Dein Penis eine Erektion hat, dann ist es völlig normal, das diese kommt und geht und kommt und geht. Es gibt nichts zu fürchten. Seid einfach mit dem was ist, ohne Urteil und dann geschieht Heilung.

 

-       Dein Penis ist als Mann im Grunde Dein Herz. Und Dein Penis weis wann und wie er(es) zu lieben hat. Leider haben die Männer in dieser Gesellschaft Ihren Kopf über Ihren Penis gestülpt (=Penisverstand) und bewerten diesen höher als Ihr Herz. Sie leben oft in der Fantasie über Ihre Sexualität, selbst und gerade wenn sie mit Ihrer Partnerin schlafen. Angst vor der Nähe ist einer der Gründe dafür. Könnte es vielleicht sein das Dein Penis dich durchschaut und sich dir deshalb verweigert, weil er eigentlich lieben will?! 

 

-       Und noch ein gezielter kleiner Buchtip für das Thema „Impotenz“ (leider nicht tantrisch aber trotzdem gut) : „Der Geist ist willig, doch das Fleisch macht schlapp“ von Kurt W.Leuze und Hanjo Schmidt, ISBN 3-9803897-0-7, Gatzanis Verlag

 

     Alles Liebe, Elisabeth Mareia

 

 


Brennpunkt Thema: Freie Liebe - Teil 3


Brennpunkt Thema (gerade auch in Tantra Kreisen): „Die freie Liebe“ und meine ganz persönliche Sicht dazu:

 

Obwohl ich Tantralehrerin bin, nenne ich mich ungern so, weil vieles, was in der üblichen Tantra-Szene so läuft – gerade auch im Punkto „Freie Liebe“ - nicht mit meinem Innersten übereinstimmt. In meinen Augen ist es meine Fürsorgepflicht, dafür zu sorgen, dass ein geschützter geborgener Rahmen für meine Teilnehmer entsteht. Für mich ist es eine Art therapeutischer Begleitung, wenn Menschen ihre Partnerschaften, ihr Mann- oder Frau-Sein und ihre Sexualität auf neue Weise kennen lernen möchten. Ich treffe dabei auf beiden Seiten immer wieder auf so verletzte Seelen, die aus der herkömmlichen Sexualität und dem vielen Unwissen über die Andersartigkeit von Mann und Frau entstanden sind, das ich die „Freie Liebe“ einzig und allein für eine neue Einbahnstrasse einer neuen Sucht- und Ausweichmöglichkeit vor wirklicher Nähe halte.

 

Ich distanziere mich hier ausdrücklich, von allen Tantraschulen, in denen neue Traumas produziert werden, unter dem Decknamen der freien Liebe, in der Lehrer/Lehrerinnen und Assistenten mit Ihren Schülern schlafen. Aus therapeutischer Sicht, ist das ein absolutes NOGO für mich. Denn „Lieben-lernen“ heisst Bewusstsein und Verantwortung entwickeln.

 

Als ich meinen jetzigen Partner kennen lernte, war das Thema „Freie Liebe“ auch ein Thema für ihn und er setzt sich intensiv damit auseinander. Er schickte mir dann irgendwann den Text von Herrn Duhm und der Lebensgemeinschaft Tamera und wollte meine Meinung dazu wissen. Da dieses Thema auch in meinen Gruppen immer mal wieder sichtbar wird, hier meine persönliche Meinung dazu. (Alle türkisfarbenen Texte/Kommentare stammen von mir.)

 

 

Freie Sexualität und Partnerschaft

Dieter Duhm, Februar 2014

 

Zusammenfassung: Freie Liebe ist die Verbindung von freier Sexualität und Partnerschaft. Da, wo sich Liebende nicht mehr belügen

Schon diese Aussage ist eine Lüge.

oder verlassen müssen, wenn sie sich anderen liebend und sexuell zuwenden, beginnt eine Kultur des Vertrauens.

Das ist meiner Meinung nach eine rein männliche These.

 

Das Drama der Welt ist ein Drama der Liebe. Die Menschheit leidet an Liebeskummer. Das gilt für alle Liebesbeziehungen, seien sie heterosexuell oder homosexuell. Wir haben uns in unserem Projekt auf die Beziehung zwischen Männern und Frauen konzentriert. Ich denke aber, dass die meisten Ausführungen in diesem Aufsatz für alle Beziehungsformen gelten. 

Die beiden Hälften des Menschen, Mann und Frau, haben sich Generationen hindurch gesucht und - verfehlt. Bei der Gründung des Projekts Tamera waren beinahe alle Liebesbeziehungen meiner früheren Freunde zerbrochen. Die vielen politischen und alternativen Gruppen scheiterten meistens am Thema Sex und Liebe. Wir können in der Welt keinen Frieden erzeugen, solange dieses Thema ungelöst bleibt. Vor allem dreht es sich darum, eine authentische Antwort zu finden auf die Frage, wie das wilde sexuelle Verlangen der Menschen mit der Sehnsucht nach der einen großen Liebe zusammen passt. Gibt es eine Lösung für den scheinbaren Widerspruch von freier Sexualität und Ehe?

Diese Fragestellung kann ich nachvollziehen.

Ich schreibe als Sprecher des Projekts Tamera. Im Zentrum des Projekts steht die Arbeit am Thema Sex-Liebe-Partnerschaft. Wir wollten von Anfang an einen Lebensraum aufbauen, in dem es eine Lösung dieses Themas geben könnte. Zu den ethischen und sozialen Grundlagen von Tamera gehört das Prinzip der freien Sexualität. Viele Menschen kommen deshalb nach Tamera, sie wollen raus aus den alten Bindungen und nachholen, was sie bisher versäumt haben. Einige kommen auch gerade deshalb nicht nach Tamera; sie haben Angst, ihren Partner zu verlieren, wenn sie sich einlassen auf das Experiment der freien Sexualität.

Ich glaube, dass das Prinzip der freien Sexualität wieder auf einer inneren Spaltung beruht und rein patriarchalen Ursprungs ist. Sie beruht auf dem Prinzip der „Freiheit = rein männlich“ und das weibliche lernt wieder mal, was schon seit Jahrhunderten mit uns gemacht wird – denn die Frau lernt das Lieben über den Mann, weiß nicht mehr wie es wirklich geht, passt sich an und nimmt was sie kriegen kann, weil sie ansonsten leer bleiben würde in unserem kranken System.

Tatsächlich haben einige ihren Partner verloren und manchmal auf neuem Wege wieder gefunden. Wir stehen hier ganz offensichtlich an einem Schlüsselthema unseres Lebens. Bei der Einführung der freien Sexualität geht es nicht um eine ideologische Vorentscheidung für Monogamie oder Polygamie, sondern um die Ermöglichung einer neuen Erfahrung. 

Gut – es gibt Milliarden von Menschen und jeder hat das Recht auf seine ureigene Erfahrung und jede Seele braucht etwas anderes. Wichtig ist, dass jeder für sich selbst herausfindet was stimmig ist.

 

Zuerst einmal will ich klären, was mit freier Sexualität gemeint ist. Es geht um Wahrheit und Vertrauen in der Geschlechterbeziehung, es geht vor allem um Wahrheit im Bereich unseres sexuellen Begehrens.

Begehren im herkömmlichen Sinne ist nichts weiter als EGO und führt uns in eine Sackgasse.  John de Ruiter sagt zu dieser menschlichen Einstellung ungefähr die Worte: ...so lange der Mensch sich nach seinen Vorlieben und Abneigungen richtet, steuert er auf das Bewusstsein einer Amöbe zu...

Es geht nicht um wahllose Promiskuität und unverbindliche Beziehungen. Es geht darum, dass ein Liebespartner, der einen "Seitensprung"

In meiner Erfahrung, und auch damit kann ich falsch liegen, ist jeder Seitensprung reine Angst vor wirklicher Nähe und Verbindlichkeit – Pure Angst vor der Frau und echter Verbindlichkeit, weiblichen Werten, die der Schlüssel zu wahrer Liebe ist! Sowohl in der Partnerschaft, als auch in jedem Selbst.

gewagt hat, seine Partnerin nicht belügt!

Wie kann ich nicht Lügen, wenn ich mir über all die unterschwelligen Verletzungen und Traumas nicht einmal bewusst bin?

 Das ist ein ethischer Imperativ. Wir können keine freie Sexualität verwirklichen, wenn dabei jemand belogen werden muß. Es gibt ethische Gebote, die dies nicht zulassen. Die Kultur der freien Sexualität ist mit diesen Geboten fest verbunden. Wir kennen die Seelenqual eines Partners, der seine sexuelle Beziehung zu einer anderen Person verheimlichen muß. Es ist grausam für alle Beteiligten und für die Kinder. Dieses Elend hat oft tödliche Konsequenzen.

Stimmt – vor allem für die Liebe.

Es handelt sich hier nicht um ein privates Konfliktthema, sondern um ein gesellschaftliches. Wie viele Tragödien gehen auf das Konto einer verlogenen Sexualmoral! An verunglückter Liebe sterben mehr Menschen als an irgendeiner anderen Todesursache. Hier muss ein neues Konzept der Heilung in den Kulturaufbau der menschlichen Gesellschaft eingebracht werden. Das war und ist der Gedanke, den wir vor einigen Jahren unter dem Titel "Sexpeace" in die Welt gebracht hatten. Sexpeace - Friede der Geschlechter! 

An dem Punkt bin ich ganz eurer Meinung!!!

Freie Sexualität ist keine Verordnung, sondern ein Angebot. Die Menschen mögen die Erfahrung der freien Sexualität machen und dann entscheiden, ob sie monogam, polygam oder sonstwie gam leben wollen.  Wichtig ist, dass die Erfahrung in einem sozialen und ethischen Milieu des Vertrauens gemacht wird. Also nicht drauflos mit ausgeschaltetem Geist, sondern umgekehrt: den Geist einschalten und dann handeln. In diesem Sinne nannten wir unser Projekt humorvoll eine "klösterliche Akademie für freie Sexualität". Mit dem Wort "klösterlich" meinen wir den heiligen Geist der Wahrheit

-Das ist nicht die Wahrheit.

und keine graue Frömmigkeit.

 

Freie Sexualität ist an drei Prinzipien gebunden, ohne die sie niemals funktionieren kann: an Kontakt, Vertrauen und Solidarität. Damit Mann und Frau in ihrem wechselseitigen Verlangen wieder wahrheitsfähig werden und nicht mehr heimlich schwindeln müssen, brauchen sie Kontakt, Vertrauen und Solidarität. Das ist eine Menge. Kontakt bedeutet, dass wir die Seele des anderen sehen und nicht nur seinen Leib. Vertrauen bedeutet, dass wir uns nicht mehr belügen, auch nicht heimlich. Solidarität bedeutet, dass Mann und Frau sich solidarisch begegnen, in aufrichtiger Freundschaft und Kooperation, ohne Verurteilung und Ironie. Diese Voraussetzungen sind in der bestehenden Welt meistens nicht gegeben. Es bleibt uns deshalb nichts anderes übrig, als neue Systeme zu entwickeln, in denen es wieder möglich wird, unser Leben an den menschlichen Grundwerten zu orientieren. Wir brauchen ein System des menschlichen Zusammenlebens, in dem sich die Menschen wieder vertrauen können. Ein System, in dem Lüge und Betrug keinen evolutionären Vorteil mehr bieten. Ein System, wo die sexuelle Beziehung eines Menschen zu einem anderen in einem Dritten keine Angst und keinen Hass mehr hervorruft.

Der Grundgedanke ist sehr schön, aber ich spüre immer noch eine starke Spaltung vom Weiblichen, ohne das das Prinzip niemals funktionieren wird.

Dies waren einige Kerngedanken für die Gründung unseres Projekts. Zusammen mit den ökologischen Gedanken bilden sie den Grundbestand unserer Ausbildung, intern, und nach außen durch die Schule Terra Nova.

Kommen wir zurück auf das Problem: Wie lösen wir den scheinbaren Widerspruch zwischen freier Liebe und Zweierliebe, zwischen freier Sexualität und Partnerschaft? Da ist tatsächlich ein reales Problem, denn wir Menschen

Statt Menschen, solltet ihr lieber schreiben wir Männer und vermännlichten Frauen. 

wollen nicht nur freie Sexualität, wir wollen oft auch eine stabile und dauerhafte Partnerschaft "bis das der Tod euch scheide". Plötzlich stehen wir vor einem scheinbar unlösbaren Konflikt: dem Konflikt zwischen dem neuen Bild der freien Sexualität und dem alten Archetyp der Ehe. Das archetypische Bild der Ehe, der ewigen Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau sitzt tief in der menschlichen Seele. Wir alle kennen es, und in uns allen existiert eine Sehnsucht in dieser Richtung. Jede Sehnsucht wartet auf Erfüllung; es gäbe die Sehnsucht gar nicht, wenn es nicht auch eine Erfüllung gäbe, denn unsere Sehnsüchte sind nicht beliebig. Wenn eine Gemeinschaft ganz auf freie Sexualität setzt und dabei diese tiefe Sehnsucht ignoriert, dann wird sie ganz sicher scheitern. Wir können hier die dialektische Theorie von Hegel anwenden: These-Antithese-Synthese. Die These war die Ehe. Die Antithese war die freie Sexualität. Die Synthese ist ein neues System, in welchem These und Antithese auf höherer Ebene aufgehoben oder vereinigt sind. Wir arbeiten seit einigen Jahrzehnten daran, diese Synthese zu finden.  

Dualität lässt sich nicht mit dem EGO knacken sondern nur mit der reinen Essenz – Dem Göttlichen selbst – und ganz bestimmt nicht im Sinne von Kirche und Moral, sondern im Sinne göttliche Lebens selbst, das uns alle verbindet.

Viele Menschen, die in diesem Projekt durch Dick und Dünn gegangen und dabeigeblieben sind, spüren jetzt den "dritten Weg" und die reale Möglichkeit, das eine zu gewinnen, ohne das andere zu verlieren. Langsam verstehen sie den Satz, der ganz am Anfang des Projektes stand und in allen unseren Veröffentlichungen wiederholt wurde: Freie Sexualität und Partnerschaft schließen sich nicht aus, sondern ergänzen einander.

Glaube ich nicht!

Wer in einer festen Beziehung lebt, braucht keine Angst zu haben, wegen anderer Sexualkontakte den Partner zu verlieren. Und wer in freier Sexualität lebt, braucht keine Angst zu haben, das Glück einer festen Partnerschaft zu verpassen. Alle diese Konflikte existieren nur in unserem Kopf, nicht in der Logik

Liebe ist nicht logisch – wieder rein männlich gedacht und wieder fehlt das weibliche.

der Dinge. Denn die beiden Dinge - Ehe und freie Sexualität - ergänzen sich, sie gehören zusammen und bilden zusammen das Wesen einer neuen erotischen Kultur. Aber sie passen nur zusammen unter bestimmten sozialen und ethischen Voraussetzungen. Der scheinbare Widerspruch zwischen freier Sexualität und Zweiersexualität ist nur auf einer höheren Ordnungsebene auflösbar. 

Was ist die höhere Ordnungsebene? Es ist mit einem Wort: die Ebene des Vertrauens.

Vertrauen alleine, beutet auf der Ebene wieder das Weibliche zum reinen Vergnügen aus und genügt niemals! Die Grundlage jeden Geschlechtsverkehrs sollte Liebe sein. Solange Sexualität auf dieser weiblichen Ausbeutung beruht, wird der Krieg zwischen Mann und Frau weitergehen, weil die Frau in ihrem innersten immer leer bleibt und genau weis, das sie gerade wieder mit einer Mogelpackung betrogen wird, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst ist.

Solange das Misstrauen zwischen den Geschlechtern besteht, ist der Widerspruch nicht auflösbar. Sobald wirkliches Vertrauen entsteht, ist er bereits aufgelöst, denn es ist selbstverständlich, dass beide Partner immer wieder Lust auf andere haben, und es ist auch selbstverständlich, dass eine echte Liebesbeziehung nicht daran zerbricht. Ich wünsche allen Paaren, die von weither nach Tamera kommen, dass sie diese Selbstverständlichkeit finden und verstehen. Eifersucht gehört nicht zur Liebe. Wir brauchen eine Weile, um uns von den alten Konditionierungen zu lösen. Und doch ging es bei den meisten Mitarbeitern überraschend schnell. Wenn die beiden Geschlechter sich ganz frei zu ihren polygamen Freuden bekennen können, dann können sie ebenso frei ihre Partnerschaft aufbauen, denn sie haben das heimliche Misstrauen ausgelöscht.

Lüge

Wenn sie auf gelegentliche Seitensprünge ihres Partners nicht mehr mit Eifersucht reagieren,

Selbst-Lüge

beginnt ihre sexuelle Liebe zueinander auf neue Weise zu wachsen. Wenn einer von ihnen in einen Konflikt gerät, können wir ihm oder ihr nur sagen: Folge der Liebe!

Stimmt – Folge der Liebe und nicht der ausbeutenden Gier und dem Sexdrive (wie Barry Long es nennt)

Mit dem Prinzip der freien Sexualität ergab sich ein neues Klima unter den Frauen. Da sie in neuer Offenheit ihre Geheimnisse offenbaren konnten, ergab sich eine neue Form von Frauensolidarität. Eine Frau verliebt sich in den Mann ihrer Freundin. Die Freundin merkt das und bietet ihr ihren Wohnwagen an, damit die beiden eine Nacht miteinander verbringen können. Solche und ähnliche Geschichten sind in Tamera kein Märchen. Dass zwei Frauen denselben Mann lieben, ist unter den Bedingungen von Wahrheit und Solidarität kein Grund für Feindschaft. Das neue Frauenfeld befreit die Frau ein Stück weit von ihrer Fixierung auf den Mann und gibt ihr dadurch die Möglichkeit, sich neu mit ihren weiblichen Quellen zu verbinden. 

Ich glaube auch das es sehr wichtig ist das die Frau sich in sich wieder mit ihrer wirklichen Quelle verbindet, schon weil es super wichtig ist, das wir wieder lernen ganz in unsere Kraft zu kommen um dieser Art männlichen Handelns Einhalt zu gebieten. 

Die Liebe kommt, wenn zwei Partner sich innerlich zu sehen beginnen.

Stimmt!

 Es kommt nicht so oft vor, dass Mann und Frau sich gegenseitig "sehen", denn ihre Begegnung ist von vornherein geprägt durch Konvention und Projektion. Es sind für den Mann vor allem die sexuellen Signale der Frau, auf die er reagiert, ohne zu sehen, wer diese Frau wirklich ist und was sie braucht. Es ist auch eine unbewusste Verklärung, mit welcher der Mann auf die "richtige" Frau reagiert, wenn er sie trifft. Er ist in ihrer Nähe nicht mehr Herr seiner Sinne.

Und genau an dieser Stelle geht es um Bewusstsein. Wäre das nicht ein guter Punkt sich als Mann mal selbst zu hinterfragen!?

Sie ist für ihn das Höchste. Sie ist Geliebte, Mutter, Hure und Heilige zugleich. Es gibt im unterbewussten Seelenschatz der Männer eine fast unglaubliche Verehrung der Frau, die nicht zusammenpasst mit dem "ordinären" sexuellen Verlangen. Die Heilige und die Hure gleichzeitig, wie soll der Mann damit fertigwerden?

Wie soll die Frau damit fertig werden, das der Mann diese Trennung macht, sie damit klein hält und kontrolliert und sie damit dauernd ihrer wirklichen Kraft beraubt, statt die Liebe zum Erblühen, und sie damit in Ihre Kraft zu bringen!? Sie, wenn sie mit sich verbunden ist, wollte schon immer beides für ihn sein.

In der patriarchalen Epoche hat er dieses Problem dadurch gelöst, dass er die Frau im realen Leben erniedrigt und im kirchlichen Leben zur heiligen Madonna erhöht hat. "Notre Dame" heißen die gotischen Kathedralen. Auf der einen Seite haben sie das "Ave Maria" gebetet, auf der anderen Seite haben sie die Frauen verbrannt. Das Trauma hat sich tief eingeschrieben in die Seelen. Bis heute herrschen auf beiden Seiten die Gesetze von unbewussten psychologischen Projektionen, die aus einer langen, fürchterlichen Geschichte hervorgegangen sind. Die menschliche Gesellschaft war nicht in der Lage, das Thema der Geschlechter auf eine humane Weise zu lösen.

Das wünsche ich mir auch.

Die menschliche Gesellschaft ist das Produkt von Menschen, nicht von Göttern.

Das stimmt in meinen Augen nicht. Auch wenn ich es selbst noch nicht leben kann, so weiß ich doch, das jeder Mensch selbst Gott ist und in diesem Wissen auch die Dualität in uns selbst wieder eins wird. Da führt der Weg lang. Er liegt nicht im Außen bei meinem Partner, er ist in mir und einzig und allein da gilt es Frieden zu schließen und von diesem Frieden aus meine Wahrheit aus der Eigenliebe, egal ob homo- oder Heterosexuell, mit einem oder mehreren Partnern zu leben.

Ich für mich glaube, das ich die Tiefe, die ich suche nur mit einem verbindlichen Partner finden kann, der bereit ist durch alle Schatten hindurch mit mir ins Licht zu gehen. So wie Sai Baba sagt: ... ein Mann, eine Frau, ein Gott...

 Die darin geltenden Gesetze wurden von Menschen gemacht und können deshalb von Menschen korrigiert werden. Ein solches Gesetz ist zum Beispiel die verordnete Monogamie, dass heißt die Pflicht zweier Eheleute, auf andere Sexualkontakte zu verzichten. Durch diesen Schwur wurde unendlich viel Leid produziert, denn dieses Verbot widerspricht meistens der menschlichen Natur. Beide Geschlechter sind tendenziell polygam veranlagt.

Glaube ich nicht! Ich glaube, das dahinter in den meisten Fällen Feigheit und Verantwortungslosigkeit, die Gier des reinen EGOs steht. Wir haben zwar eine Tiernatur, die wunderbare Kraft beinhaltet, die lebens- und liebenswert ist. Aber ich glaube es ist ein Fehler, sich damit zu identifizieren. Auch hier ist dringend ein neues Bewusstsein gefragt und das vor allem die Männer endlich ihre Komfortzonen verlassen.

 Sobald sie dies voreinander verbergen müssen, beginnt die Lüge, das Misstrauen und die langsame Verwandlung der Liebe in Hass. Wenn Liebespaare oder Ehepaare zu uns kommen, erleben wir oft die gleiche Verlaufsgestalt: Zuerst beginnt der Mann mit dem Austritt aus der Eheschranke, nach einiger Zeit kommt die Frau nach und beginnt, sich sexuell auszuleben. Darauf reagiert der anfangs so mutige Mann oft mit einer eifersüchtigen Verlustangst, die er ungern zugibt. Nach einiger Zeit arrangieren sich die beiden. Sie stehen jetzt vor der Möglichkeit, auf einer ganz neuen Ebene zusammen zu bleiben.

Wenn die sexuellen Verbote aufgehoben sind, reagiert das weibliche Geschlecht anfangs schüchtern, dann immer stärker mit einer vorbehaltlosen Freude. Viele Frauen lieben den Sex, und sie lieben es noch viel mehr, als die hohen Gesetze der Menschenwürde es erlauben.

JAAAAAAAA!!!!! Viele Frauen lieben den Sex, und sie lieben es noch viel mehr, als die hohen Gesetze der Männer es erlauben! Das ist Wahr!

Doch braucht es endlich Männer, die wieder bereit sind sich der Frau in ihrer ganzen Kraft zu stellen und zwar aus der Verbindung von HERZ und SEX und GÖTTLICHER ESSENZ. Dann finden beide endlich den Frieden und die Erfüllung, die sie suchen. (Ich finde David Deida, Diana und Michael Richardson und Barry Long – Teilweise Osho,  sind wunderbare Lehrer unserer Zeit dafür.)

Das ist eine Tatsache, die wir akzeptieren müssen. Warum eigentlich soll es nicht akzeptiert werden? Sexualität ist eine natürliche Funktion des menschlichen Organismus und erzeugt eine der höchsten Freuden, die uns im irdischen Leben gewährt sind. Sexualität überfällt uns manchmal mit einer so unwiderstehlichen Macht, dass es einem Wahnsinn gleichkommt, hier moralisch zu kontern. Diesen Kampf haben wir von vornherein verloren, denn der Sexus ist eine Weltmacht. Statt diese Macht zu bekämpfen, sollten wir sie dankbar annehmen. Nur dann können wir uns von ihrer Dämonie befreien. Und darauf kommt es in einer humanen Gesellschaft an: dass wir ihre sexuellen Explosivkräfte humanisieren, indem wir sie annehmen und in unser kulturelles Leben integrieren.

Könnte es sein, das auch diese Aussage wieder nur der Gier des Egos entstammt?! Denn nichts anderes ist Verlangen und Begehren! Und es hat nichts mit bewusstem Lieben zu tun.

Solange ein wesentlicher Teil unserer sexuellen Triebkräfte verdrängt werden muss, werden  sadistische Exzesse, Kinderpornografie, psychosomatische Erkrankungen, Gewalt und Krieg die Folge sein. Gewalt an Frauen gehört zum Alltag der patriarchalen Welt.

Schlimm genug!!!!!! Und ein dringender Grund für jeden Einzelnen auf zu wachen.

Hinter den Kulissen der modernen Gesellschaften schwelt schon lange ein heimlicher Geschlechterkrieg, der immer zu tun hat mit dem Thema der unerfüllten Sexualität. Beide Geschlechter leiden an einem Sexualhunger, den sie voreinander nicht eingestehen können. Angesichts der Eifersuchtsdramen unserer Zeit, angesichts der schrecklichen Folgen für die Kinder und angesichts der ethischen Wahrheit erheben wir die freie Sexualität zu einem Grundstein der neuen Kultur. 

in meinen Augen wieder nur eine neue Einbahnstrasse des Egos...

Was geschieht dann mit der Ehe, mit Partnerschaft und mit jener tieferen Liebe, die uns veranlasst, einander die ewige Treue zu schwören? Das ist eine mysteriöse Frage. Denn es gibt tatsächlich diese tiefere Liebe und es gibt die ewige Treue zweier Menschen. Aber was hat uns veranlasst, diese Treue mit dem Verbot "außerehelicher Beziehungen" zu verbinden? Was ist das für eine Liebe, die durch solche Verbote geschützt werden muss? Die Zweierbeziehung von Mann und Frau ist natürlich einer höheren Belastung ausgesetzt, wenn beide Partner "fremdgehen" dürfen. Aber dafür sind beide auch von einer großen inneren Last befreit, wenn sie es dürfen. Mehr noch: Für beide ist es meistens eine Bereicherung, denn sie finden neue Lust aufeinander, wenn sie sich nicht zu selbstverständlich geworden sind. Nichts ist einer lebendigen Liebesbeziehung abträglicher als die alltägliche Routine im Sex. Zum erotischen Leben gehören Abwechslung, Überraschung, Entdeckung und Eroberung. "Du kannst nur treu sein, wenn du auch andere lieben darfst." So steht es in unseren Büchern. 

Vielleicht solltet Ihr mal die „Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“ von Barry Long mit in Eure Bibliothek auf nehmen oder auch „Sai Baba spricht über Beziehung“, statt ein Extrem durch ein anderes zu ersetzen. Es gibt immer viele Wege für jeden Einzelnen.

Sicher gibt es auch eine authentische Form der monogamen Ehe. Das Sakrament der Ehe enthält einen tiefen Kern. Wenn zwei Liebende in ihrer Liebe an den Punkt kommen, wo sie in tiefem Einverständnis beschließen, ihre Sexualität ganz füreinander aufzuheben, dann mögen sie dies tun.

Für mich persönlich geht genau da der Weg lang, weil ich weiß, das ich meiner inneren weiblichen Führung vertrauen kann.

Hier gibt es kein Gesetz, nur die innere Wahrheit. In unseren Gemeinschaften empfehlen wir immer wieder den neuen Paaren, für eine Weile monogam zu bleiben, um die junge Liebe nicht in den Verführungen der freien Sexualität zu verlieren. Wir arbeiten nicht gegen, sondern für die Partnerschaft von Mann und Frau, wo immer sie authentisch entsteht. Aber wir glauben nicht, dass das Glück des menschlichen Lebens vor allem von einer erfüllten Partnerschaft abhängt.

Das muss ein Mann schreiben, weil für Ihn die „Freiheit“ das höchste Gut seiner Essenz ist. Ich als Frau bin allerdings davon überzeugt, dass das Glück meiner menschlichen Existenz hier auf der Erde durchaus in einer erfüllten liebenden Partnerschaft liegt, ohne davon abhängig zu sein und es wird in meinen Augen Zeit, das Männer erkennen, das Ihre „Freiheit“ die gleich Münze wie die weibliche Essenz der „Liebe“ ist. Sie bedingen einander. Erst wenn der Mann wieder gelernt hat die Frau in Ihrer Liebe ganz zu durchdringen (statt vor ihr weg zu laufen), sich diesem großen machtvollen Geschenk allen Lebens wieder zu offenbaren, wird er wieder die „Freiheit“ in sich haben, die er anstrebt. Ob die dann allerdings noch die freie Liebe braucht, sei dahin gestellt.

Ab wann wird ein Mensch eigentlich partnerfähig? Ist es nicht gut, wenn er oder sie genügend sexuelle Erfahrungen gesammelt hat, bevor sie sich das Ja-Wort geben?

Stimmt für den Einen, für den anderen vielleicht nicht. Denn der Glaube etwas zu verpassen, ist nichts weiter als eine Kopfgeschichte.

Es ist meistens das erste sexuelle Urerlebnis, welches zwei junge Menschen veranlasst, sich in ihrem Glück die ewige Treue zu schwören. Das ist in der Regel der Anfang vom Ende.

Vorurteil und Story.

Denn nicht die Sexualität, sondern und die seelische Zusammengehörigkeit ist die Basis einer dauerhaften Beziehung. Wir müssen Lebensverhältnisse schaffen, wo die Menschen zu solchen Unterscheidungen fähig sind.

Für mich heißt meine Wahrheit dazu, um es fast mit Euren Worten aus zu drücken: Denn die Sexualität und die seelische Zusammengehörigkeit ist die Basis einer dauerhaften Beziehung. Wir müssen Lebensverhältnisse schaffen, wo die Menschen zu solchen Unterscheidungen fähig sind.

So bin ich voll Eurer Meinung!!!

Das sind Lebensverhältnisse des Vertrauens. Sowohl in der freien Sexualität wie auch in der Partnerliebe brauchen wir ein absolutes Vertrauen. Wir brauchen Gemeinschaften, die das verlorene Vertrauen der Menschheit wieder aufbauen. Wo Vertrauen ist, da gibt es keine Lüge und keine Gemeinheit. Da kann sich eine neue erotische Kultur entwickeln, wie sie in der Entelechie (= sich im Stoff verwirklichende Form; im Organismus liegende Kraft, die seine Entwicklung und Vollendung bewirkt) des Menschen angelegt ist. Eine wunderbare Verbindung von freier Sexualität und Partnerschaft.

Stimmt für mich nicht.

Wenn es gelungen ist, in der Liebe Frieden zu schaffen, dann entsteht Frieden in der ganzen Welt, die ganze Evolution mit allen Kindern und Tieren macht einen Jubelsprung nach vorn.

Hier stimme ich voll zu !!! Ohne Bewusstseinsentwicklung wird das nicht gelingen.

Zum Schluss noch eine geschichtliche Anmerkung. Unsere ganze Zivilisation ist durchzogen vom Drama der Geschlechter. Die männliche Welt musste die Frau erniedrigen, um ihrer sexuellen Ausstrahlung gewachsen zu sein. Unsägliche Grausamkeiten musste das weibliche Geschlecht erdulden. Noch vor dreihundert Jahren wurden Frauen lebendig verbrannt, weil sie attraktiv waren und deshalb von der männlichen Ohnmacht dämonisiert wurden. Trotzdem hat das weibliche Geschlecht seine Liebe zum Mann nicht verloren. Als Mann kann ich für diese weibliche Treue nur dankbar sein.

Wenn Ihr wirklich so denkt, dann danke ich für die Anteilnahme, aber fordere Euch auch auf, die weiblichen Aspekte der Liebe mehr zu erforschen und mit ein zu beziehen und nicht nur die männlichen der Freiheit.

Die Frau trägt immer aus, was der Mann an Samen in sie legt. Sie ist der Rezeptive Teil der Liebe. Lasst Eure Samen zu echter "Liebe"werden und Eure so sehr ersehnte "Freiheit" wird endlich geboren.

Eurem Konzept ist für mich weit davon entfernt stimmig zu sein. Mir fehlt es an vielen Punkten an echter gleichberechtigter weiblicher Wertschätzung.

 

Wir arbeiten an einem Projekt, wo sich beide Geschlechter für immer von den Gespenstern der Vergangenheit befreien.

Das finde ich super!

Im Namen unserer Kinder.

Im Namen aller Kreaturen.

Danke und Amen.      

 

Im Namen unserer Kinder.

Im Namen aller Kreaturen.

Danke und SO SEI ES.

 

Kommentiert von Elisabeth Mareia Sträter         

 

 


Was mich berührt:

20.9.2014

 

Was mich berührt:

 

Vor ein paar Wochen, ich war gerade wieder mal kurz vor meiner Periode, mein Mann war musikalisch auf Reisen, überfiel mich wieder aus dem Nichts ein grenzenloser Schmerz, ein nicht erklärbares Misstrauen und eine unglaubliche Wut auf die Männer im Allgemeinen. Auch hatte ich das Gefühl mein Liebster hat sich von mir abgeschnitten und mein kämpfender Dialog im Inneren hörte sich ungefähr so an: ... er ist nicht erreichbar... Angst ... Wut ... gibt’s  schon wieder eine andere Frau?! ... Angst... Wut... Leere ... Nein – das stimmt nicht.... Doch das Stimmt.... Sie sind doch alle gleich.... und es war immer so.... und es wird immer so bleiben... Wut... Angst.... Schmerz... Kontrolle.... Hilflosigkeit... Gedankendrehen ... und immer so weiter.

 

Obwohl ich mittlerweile genau weiß, das dass alles nicht wahr ist und ich mich die ganze Zeit bei all dem inneren Chaos aus einer höheren Warte liebevoll beobachten konnte, drehte sich das Karussell weiter und ich war weder in der Lage aus zu steigen, noch in der Lage die Gedanken zu stoppen, noch in der Lage, den Widerstand zu durchdringen.

„O.K.“ sagte ich mir:“ Du weißt, was läuft, also fühl einfach was ist – und zwar sehr liebevoll!.“ Hormongesteuert wie ich war, spürte ich in dem Moment, das wieder mal ein Geburtsprozess in Gang war bei mir. Hingabe, Demut und Vertrauen das alles gerade richtig ist, waren gefragt und als ich soweit war, bat ich um göttliche Hilfe beim Verstehen, all dessen was gerade geschieht und um Handlungsspielraum, für das, was ich selbst gerade für mich tun kann.

 

1.Schritt: Wahrheitsüberprüfung um meine Panik zu besiegen.

 

Ich öffnete mein Herz und schrieb meinem Mann: „Ich fühl mich so abgeschnitten von Dir Schatz und es fühlt sich gerade für mich so an, als wenn Du fremd gehst und ich habe große Verrats- und Verlassenheitsangst. Bitte sag mir was los ist, damit ich schauen kann ob es nur mein Film ist.“

Damit, und damit dass er sich offen und ehrlich zeigte - Ich weiß tief in meinem Herzen, das ich Ihm immer mit seiner Wahrheit vertrauen kann! -  passierten 2 Dinge gleichzeitig. Mein inneres Kind und meine innere Frau fühlten sich beschützt. ZUERST von MIR und anschließend von Ihm. Und ich bekam eine klare Antwort, die mir zeigte, das ich MEINEM Instinkt immer vertrauen kann = Stärkung meines Selbstvertrauens.

Er hatte sich tatsächlich wegen einer anderen Frau abgeschnitten, aber nicht, weil er fremd ging, sondern, weil sie einen Heilungsprozess in Ihm auslöste, der ihn so vereinnahmte, das ich tatsächlich in dem Augenblick abgeschnitten wurde. - Und ich konnte jetzt deutlich spüren und sehen wo mein eigener Film und meine eigene Baustelle brodelte: Kontrolle, Co-Abhängigkeit und etwas noch Unbekanntes.

 

2. Schritt: Innenschau und erst mal liebevoll annehmen was ist.

 

So sehr ich versuchte heraus zu finden was los ist - und ich habe mittlerweile einige sehr gute Werkzeuge für mich an der Hand-  es klappte nicht. Die Wut und der Schmerz wollten einfach nicht weichen – Also: Geduld, Demut, Hingabe, geschehen lassen und die göttliche Kraft um Hilfe bitten.

An diesem Punkt stellte sich eine tiefere Gelassenheit in mir wieder ein und jetzt wusste ich, das es gerade wieder einen höheren Sinn hat und es dauerte nicht lange und die Hilfe kam.

Zuerst zog ich eine Orakelkarte und bekam die Botschaft: „Eine Enthüllung wird Dein Leben verändern.“ Ich pendelte aus um welchen Bereich es sich in meinem Leben handelt und es kam die Antwort: Es hat etwas mit Ahnen und Familie zu tun.

Mein ganzes System ging sofort in Resonanz und ich wusste da ist eine Wahrheit drin.

 

Am nächsten Tag kam die zweite Hilfe. Ich telefonierte mit meiner Freundin Johanna. Sie empfahl mir das Buch von Susanne Hühn und Mike Köhler: Schatz ich muss dir mal was sagen... oder wenn die Liebe ein Wunder braucht. Ich bestellte es sofort und bekam schon auf den ersten Seiten meine innere Antwort.

 

Meine in den letzten Jahren immer stärker gewordene Empfindsamkeit, verbindet mich auch mehr und mehr mit dem großen Ganzen. Alles ist ein Teil von mir und daher bin ich auch ein Teil des großen kollektiven weiblichen Schmerzkörpers (jahrhunderte langer männlicher Unterdrückung), der , wenn ich meine Tage bekomme, besonders stark in mir wirkt. Ich denke , viele von Euch Frauen, kennen das sehr gut – ob bewusst oder unbewusst. Susannes Vorwort und Ihr Schmerz (Ich danke Dir aus ganzem Herzen für Deinen Mut, Deine offenen, ehrlichen und sehr persönlichen Worte liebe Susanne!), hörten sich so an, als hätte ich sie geschrieben oder auch fast jede andere Frau die ich kenne mit ihrem ganz eigenen Schmerz. Ich fühlte mich augenblicklich nicht mehr allein.

Und ebenso mit der Gegendarstellung des männlichen Schmerzkörpers. (Auch Dir lieber Mike, vielen Dank!) Eine Welle von Mitgefühl mit uns Allen erfasste mich.

 

Mein Leben lang schon ist mein Thema: „Endlich Frieden zwischen Mann und Frau, damit wir zurück kehren in das Paradies, das hier und jetzt schon da ist!!! Immer!!! JETZT, JETZT und noch mal JETZT!“

 

Jeder kann dieses Thema nur für sich selbst lösen und damit in Frieden kommen. Kein anderer wird je dazu in der Lage sein, das für Dich oder Deine Lieben zu tun. Doch wie soll das in mir gehen, wenn mir mein ganzes Leben genau das Gegenteil davon präsentiert wird , und das auf beiden Seiten, im männlichen genauso wie im weiblichen! ... Ausbeutung, Unterdrückung, Machtmissbrauch, Vergewaltigung von Seele und Körper, Furie in der Frau, der Macho im Mann, Sexueller Kindesmissbrauch, Prostitution u.v.m....

Wenn wir uns von diesen Gedanken und diesem Schmerz  noch leiten lassen, kommen wir nicht weiter. Die bestehende Trennung wird nur immer schlimmer und qualvoller.

 

 

3. Und dann kam die 3.Hilfe in Form einer DVD von Bert Hellinger, zu dem Thema wie Beziehung zwischen Mann und Frau funktionieren kann. Und mit der DVD kam für mich persönlich die Offenbarung die die Tarotkarte mir angekündigt hatte:

 

Meine erste große Kinder-Liebe, war nicht mein Vater, sondern der Vater meiner Mutter. Zu meiner Mutter konnte ich mein Leben lang keinen Herzenskontakt herstellen. Im Grund ist sie mir bis heute fremd und umgekehrt. Es ist noch nicht lange her, das ich, mit Unterstützung zwei frühkindliche Traumatas, die ich durch sie erfahren habe, auflösen konnte. Das hat dafür gesorgt, das ich wieder sehen kann, das ich mich damals von Ihr abgeschnitten habe und nicht umgekehrt, wie ich immer glaubte. (Über diesen Prozess könnt Ihr in meinem letzten „Was mich berührt-Text“ auf meiner Webseite nachlesen: www.elisabethstraeter.org). Die Wahrheit war geboren: Es gibt auf beiden Seiten nur die „Unschuld“! Es gibt nur Lebens-Erfahrung und daraus resultierende Lebendigkeit.

Es ist ungefähr 10 Jahre her, als ich an einer Familienaufstellung teilgenommen habe, die etwas energetisches aus Mamas Vergangenheit offen legte, von der sie selbst und auch meine Oma nichts wusste, und gerade gestern fügte sich dann das ganze Puzzle zusammen.

In der damaligen Aufstellung kam heraus, das mein über alles geliebter Opa, in der Kriegsgefangenschaft seine große Liebe kennenlernte und mit Ihr ein Kind bekam, das er ebenfalls sehr liebte. Als der Krieg vorbei war, ist er aber aus Verpflichtung, schließlich war er schon verheiratet und hatte ein Kind in Deutschland, wieder zurück. Sowohl die Frau, als auch das Kind kamen danach ums Leben. Das konnte er sich nie verzeihen. Er kam nach hause zu einer Frau, die er nicht liebte und seinem anderen Kind, meiner Mutter. Er konnte sie nicht annehmen, da sie Ihn immer an sein Versagen dem anderen geliebten Kind gegenüber, erinnerte. All das, plus die furchtbaren Kriegserlebnisse wurden im inneren versteckt und nie verdaut. Meine Mutter wurde dadurch selbst schwer traumatisiert und bekam die geballten unverarbeiteten Dinge auch noch auf ihre Schultern. Das war einer der Gründe warum sie auch mir gegenüber unsichtbar blieb (Da Kinder ihre Eltern bedingungslos lieben und „abhängig“ brauchen, übernehmen sie diese Verantwortung unbewusst und automatisch um zu überleben, schneiden sich aber gleichzeitig von ihren eigenen Gefühlen ab, weil sie es sonst nicht überleben würden.) Ihre Mutter hatte ein eben so schweres Trauma wie Ihr Vater und auf meiner väterlichen Seite sah es genauso aus. Erst übertrug es sich von meinen Großeltern auf meine Eltern und dann von Ihnen auf mich (und meine Brüder). Ich war als kleines Mädchen, der Spiegel, für das verletzte kleine Mädchen in meiner Mutter, das nicht gefühlt werden durfte. Dazu kam, das ich von Ihrem Vater das bekam, was sie selbst so gerne gehabt hätte. Sie hielt das nicht aus, und schnitt sich von mir ab. Ich erlitt selbst meherer Traumas dadurch, und schnitt meine Gefühle von Ihr ab.

 

In einem anderen Zusammenhang hat Bert Hellinger das in seinen Aufstellungen „Die doppelte Verschiebung“ genannt und tatsächlich weis ich auch aus der Traumaarbeit, das traumatische, im Körper gespeicherte Energien, von Eltern auf Ihre Kinder übertragen werden. (Die Indianer reden nicht umsonst in ihren Geschichten immer von den nächsten 7 Generationen auf die sich unser heutiges Handeln noch auswirkt.)

Er führte ein Beispiel auf, das es so ähnlich auch in unserer Familie mehrfach gab:

Meine Oma wurde als Mutterersatz missbraucht. Sie hatte eine Stinkwut auf Ihren Vater. Das durfte nicht gefühlt werden. In ihrer Ehe mit meinem eher sanften Opa, hat sie dann Ihre Dominanz und ihren Brass an Ihm abgelassen, obwohl er nichts dafür konnte. Das Gleiche passierte dann mit meiner Mutter und meinem Vater, und mir wurde in letzter Zeit und jetzt besonders bei der Aufstellungs DVD klar, das auch ich genau das Gleiche gemacht habe. Den Hass und die Wut auf meinen Alkoholikervater und meine Mutter, den ich als Kind nicht fühlen konnte, haben immer wieder meine Brüder und Freunde abbekommen, und wer mich einmal hintergangen hatte, bekam nie wieder eine 2. Chance.  Doch letztendlich hab ich nie die anderen verlassen, sondern immer nur mich selbst. Jetzt kann ich so deutlich wie nie zuvor sehen: Ich bin ein Teil von all dem, und all das ist ein Teil von mir. Es gibt keine Trennung!

 

Eine Mischung aus dem Mut und Vertrauen, das alles was geschieht immer dem Höchsten der Liebe dient, Trauma-Arbeit, Emotions- und Körper-arbeit, die eigene Bereitschaft mit geöffnetem Herzen jedem Schmerz entgegen zu gehen und ihn in mir zu erlösen durch Wahrnehmung und Vergebung, Dankbarkeit, in Kombination mit Familien stellen und zu lernen über sich selbst auch mal lachen zu können, hat in meinem Leben große Wunder bewirkt und tut es immer wieder.

 

Mein Liebster Namakua ist heute endlich ein Mann auf Augenhöhe, schaut sich genau wie ich aus seinem Herzen heraus, seinen eigenen Keller intensiv an und räumt ihn auf. Wir wissen Beide, was im Sinne des neuen Bewusstseins zu tun ist: Es gilt aus diesen alten Mustern und aus den damit verbundenen „Selbst - Betrugs - Träumen“ auf zu wachen und sich ganz bewusst für ein wirkliches Wir im Jetzt zu entscheiden und die Verantwortung zu übernehmen, damit die Vergangenheit gehen kann. Und nur unsere Liebe und Essenz reicht aus um den alten Brass aus unseren Herzen, Seelen und Körpern zu schmelzen.

 

Niemand hat gesagt, das es einfach ist. Niemand hat gesagt, das es schwer ist.

Es ist wie es ist, und es ist „immer“ gut so, auch wenn wir es vielleicht niemals in seiner ganzen Tragweite verstehen.

 

Hiermit entschuldige ich mich bei all meinen Vorfahren und Ahnen, meiner Mutter, meinem Vater, meinen Brüdern, für jede Wertung, jedes Urteil und jedes Fehlverhalten meinerseits, und erkenne an das wir alle immer nur unschuldig im nichtwissenden EGO geschlafen haben.

Und ich gelobe, das ich weiter mein Bestes geben werde, um durch meine eigene Heilung, mir, Dir und Euch weiter beim Aufwachen in eine Zeit der Liebe und Ganzheit zu helfen.

Und ich danke allen Menschen die mich dabei führen, leiten und durch Ihr eigenes „Aufwachen und Aufgewacht Sein“, ein leuchtender Leitstern sind!

 

 

Aus ganzem Herzen Danke und alles Liebe, Eure Elisabeth Mareia


28.6.2014

 

Hallihallo Ihr Lieben,

 

es ist wieder mal soweit. Es ist wieder etwas in meinem Leben geschehen, woran ich Euch alle Teil haben lassen möchte. Ich habe ein altes tief sitzendes Trauma erlöst, das mir als Kleinkind das Gefühl gegeben hat, meine Mutter will mich loswerden und umbringen und ich habe kein Recht zu leben.

An diesem Wochenende habe ich durch einen tiefen Körper- und Seelen-Prozess erfahren, dass das niemals so war und habe ein komplett neues Körper- und Seins-Gefühl bekommen. Das aller erste mal in meinem Leben fühle ich wirkliche Wurzeln und das geborgene, friedliche Gefühl von innerer Vollständigkeit. Wie genau mein innerer Prozess gelaufen ist und vor Allem: WORAN DU ERKENNST DAS DU SELBST TRAUMATISIERT BIST! - werde ich, für diejenigen unter Euch, die es interessiert,  auf meiner Webseite (www......) genauer erzählen.

 

Hier möchte ich Euch jetzt einfach nur Mut machen. Ich habe dieses Wochenende begriffen, das unsere Seele und unser Körper immer heilen will. Die Art von Trauma-Arbeit  (EIN BIOLOGISCHER – KEIN PSYCHOLOGISCHER PROZESS !!!) die ich in den letzten Jahren immer mehr lerne, ist ein sehr sanfter Prozess. Er arbeitet nicht mit den Geschichte die dahinter sind, sondern ausschließlich über den Körper, deine momentanen Wahrnehmungen und Gefühle. Manchmal, so wie bei mir jetzt am vergangenen WE zeigen sich die verdrängten und unbewussten inneren scheinbaren Monster in dem Moment, wenn die Heilung  in Form von Muskulatur -Entladungen geschieht und wir sind dann in der Lage die Wahrheit zu sehen und Mitgefühl zu entwickeln – wieder Frieden zu empfinden und frei zu werden, Zwiebelschicht für Zwiebelschicht. Und selbst, wenn die Ursachen sich nicht zeigen, findet eine tiefe Befreiung in Deinem System statt, das Dir unmittelbar mehr Handlungsspielraum in Deinem Leben zurück gibt. Du findest mehr und mehr zurück in Deine Essenz. Für mich ist das immer wieder ein solches Wunder, auch wenn ich andere Menschen begleite, das ich tiefe Dankbarkeit empfinde diese Arbeit machen zu dürfen und ich habe große Lust  Euch das Wissen darüber weiter zu vermitteln. Fast jeder Mensch ist in der Lage Schwester, Bruder, Freunde oder auch Euren Partner in solchen Prozessen zu begleiten. Eigentlich ist es ganz einfach. Doch brauchst Du Deine klare Entscheidung, Dir selbst in Wahrhaftigkeit zu begegnen, denn genau an dem Punkt erscheinen oft Wiederstand und Ego und versuchen Dich in der alten, aber scheinbar sicheren, gewohnten Erscheinung Deines Lebens, auch wenn sie noch so schmerzhaft ist, fest zu halten.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich 2 neue Kurse anbieten, beginnend jeweils mit einem Schnuppertag und einer daran anschließenden verbindlichen Trainingsgruppe:

 

„GEFÜHL & EMOTION“ - Du BIST Glücklich! – erinnere Dich. Schnuppertag 6.9.2014, genauere Infos unter:

http://www.elisabethstraeter.org/terminüberblick-2014/

 

 

„Hol Dir Deine weibliche Macht zurück“ – mit dem Schwerpunkt: Überwinde Deinen weiblichen Schmerzkörper. Schnuppertag 8.11.2014, genauere Infos unter:

http://www.elisabethstraeter.org/

 

 

 

Und nun zu der Geschichte meines Prozesses:

So lange ich denken kann fühlte ich mich irgendwie immer allein, abgeschnitten, minderwertig und aus meiner Familie ausgestoßen. Egal was ich innerhalb des Familiensystems tat, irgendwie war immer alles falsch, bedrohlich und ich fühlte mich zutiefst unverstanden. Außerdem hatte ich immer eine unterschwellige tötliche Wut auf meine Mutter, weil ich mich ununterbrochen von Ihr verraten und im Stich gelassen fühlte, und genau deshalb auch ein starkes Schuldgefühl.

 

Vor einiger Zeit entdeckte ich mein erstes Trauma – Mein Geburtstrauma: Ich bin in einer katholischen Klinik am frühen Morgen geboren. Meine Mutter bekam von den Schwestern ein Wehenmittel, weil ich schon 9Tage zu spät war. Dann gingen die Schwestern beten und überließen die Arbeit einem unerfahrenen jungen Hilfsarzt. Alles ging so schnell, das meine Mutter eine örtliche Betäubung brauchte, doch der Arzt schnitt bevor sie wirkte.

Heute weiß man aus Untersuchungen, dass der Säugling sich mit der Mutter als Einheit fühlt. Das Baby kann „ich und du“ nicht unterscheiden. Da die Situation für uns Beide sehr lebensbedrohlich schien, hab ich diese Situation schon als den ersten Angriff auf „mich“ wahr genommen, weil ich den Schmerz meiner Mutter unmittelbar übernommen habe. Auch blieb schon hier ein unterschwelliges Schuldgefühl, sowie ich bin falsch und habe es nicht verdient zu leben. Das wurde zu meinem Grundgefühl.

Hinzu kam in den nächsten Jahren, das meine Mutter wieder voll arbeitete, mich nicht stillte (aus gesundheitlichen Gründen) und ich hauptsächlich von einer Frau betreut wurde, die als Haushälterin bei uns arbeitete, aber null Gefühle für mich hatte. Damals galt es als normal, Babys stundenlang allein oder schreien zu lassen und ich wurde sehr oft irgendwo angeschnallt, aus falschen Sicherheitsgründen, oder in den Laufstall getan und wenn ich zu laut war und nervte, wurde ich einfach in mein Zimmer gebracht und die Tür hinter mir geschlossen. Ein Teil meiner Persönlichkeit fing irgendwann an das für normal zu halten und ich fing innerlich an mich selbst innerlich weg zu schließen. All das verstärkte meinen Minderwert immer mehr und gab mir das Gefühl nicht erwünscht zu sein, während meine älteren Brüder in meinen Augen immer frei und erwünscht zu sein schienen.

 

 

Bei meiner Trauma-Ausbildung vor ein paar Tagen zeigte sich dann in einer intensiven Körpersession das Trauma, das dafür sorgte, das sich ein Teil meiner Seele komplett abspaltete. Im Alter von ungefähr 6 oder 7 Jahren hatte ich im hinteren Nasenbereich dicke Wucherungen, die bewirkten das ich nur sehr schlecht atmen konnte. Irgendwann setzte meine Mutter mich samt Tasche ins Auto und fuhr mit mir zur Klinik. Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zu kam. Bei uns wurde einfach nicht geredet. Am Eingang der gleichen Klinik, in der ich auch mein Geburtstrauma (Erinnerungsbruchstück: Gelbe Kacheln) erlebt hatte, gab sie mich einfach in die Hände einer Schwester und fuhr wieder. Ich hatte sofort das Gefühl, vor allem als ich die gelben Kacheln wieder sah, jetzt lässt sie mich endgültig beseitigen, mein letztes Stündlein hat geschlagen.

Ich erinnere mich, wie die Schwester mich um zog  und mir eine Spritze zum einschlafen geben wollte. In meiner Todesangst habe ich mich so sehr gewehrt, das es mehrere Pflegekräfte brauchte um mich fest zu halten. Einer drückte meine Beine fest auf den OP-Tisch und ein anderer verpasste mir ein Zäpfchen. Es tat unglaublich weh. Ich gab auf und kriegte noch kurz mit, wie ich auf den Metalltisch geschnallt wurde, ein Sieb mit einem strengen Geruch wurde auf mein Gesicht gelegt und dann verschwand das gelbe Zimmer vor meinen Augen (Erinnerungsbruchstück: Gelbe Kacheln) und als ich aufwachte lag ich mit starken Halsschmerzen bei uns zu Hause auf dem Sofa.

 

Bis vor ein paar Tagen, konnte ich mich nicht daran erinnern. Als Kind musste ich diese Erfahrung ins Unbewusste verdrängen um überleben zu können. Kein Kind kann damit leben, wenn es glaubt, das seine Mutter es töten will, ihm die Kehle durchschneiden will = in der Operation ist mir ja tatsächlich etwas aus dem Hals geschnitten worden und der Körper hat sich erinnert.

Gleichzeitig wurde ich aber übersensibel, wenn auch nur Ansatzweise wieder scheinbar irgendetwas gegen mich lief, denn unbewusst war meine Mutter jetzt meine Feindin. Auch mein Vater, mit seinem schweren Alkoholismus und der damit verbundenen Unzurechnungsfähigkeit, machte meine Angst immer schlimmer und die Trauma-Panzer wurden immer dicker.

Doch ein Kind ist Liebe und kann das nicht verstehen. Es ist vollkommen abhängig von seiner Mutter. Ich fing an um die Liebe meiner Mutter zu kämpfen, gleichzeitig hatte sie aber keine Chance bei mir an zu kommen, da ich sie ja mit dem nun unbewussten Anteil als meine Mörderin ansah, und deshalb immer in Hab Acht Stellung war, sobald sie mir nahe kam. Ich nahm weiter immer nur die Ablehnung von ihrer Seite wahr - den Spiegel meiner Innenwelt - die sich von nun an, in meiner verdreht traumatisierten Wahrnehmung, immer mehr potenzierte.

 

Meine „selbst produzierte Lebenslüge“ – denn die Wahrheit ist, das meine Mutter einfach immer nur vollkommen überfordert war und mich niemals umbringen wollte! – löst sich nun auf, und kann mit ganz viel Mitgefühl für alle Beteiligten, vor allem für mich selbst, nun endlich ganz in Heilung gehen.

 

 

Trauma: Was ist das eigentlich? Und woran kannst Du bei Dir selbst erkennen das Du traumatisiert bist?

Peter Levine hat vor ein paar Jahren ein wunderbares Buch herausgebracht: Traumaheilung – Das Erwachen des Tigers, Synthesisverlag, ISBN 3-922026-91-5 das ich für einen genaueren Einblick dazu, nur empfehlen kann.

 

Man weiß mittlerweile das Trauma vor allem ein Biologischer, kein Psychologischer Prozess im Körper ist.

Kämpfen, fliehen oder erstarren sind die biologischen Reaktionen auf Lebensgefahr.

In der Tierwelt sieht das dann z.B.so aus: Ein Gepart jagt eine Gazelle. Der Körper der Gazelle, der nun überleben will, sendet von seinem Reptiliengehirn (= der Gehirnanteil, der für das reine Überleben zuständig ist) sofort Botenstoffe aus , die den ganzen Organismus auf Hochspannung setzen, damit die Muskulatur die Kraft entwickelt fliehen zu können. Diese Botenstoffe werden dann, während sie voll losrennt wieder abgebaut. Falls sie entkommen kann, wird sie sich solange schütteln und bewegen, bis die Botenstoffe komplett aus dem Körper entlassen sind und die Muskulatur sich wieder vollkommen entspannt. Wenn sie hingegen spürt, das der Gepart sie gleich tötet, wird ein anderer Botenstoff im Gehirn ausgesendet, der das ganze Nervensystem kollabieren lässt. Auf manchen Fotos kann man deutlich sehen, das die Gazelle zusammen klappt, noch bevor der Gepart sie überhaupt berührt hat. Das ist ein gnädiger Mechanismus der Natur, der sie in eine Art Zustand von Betäubung setzt, so das sie wenn sie getötet wird, kaum etwas spürt.

Diese Starre, die dabei entsteht, ist z.B. beim Oppossum zur Überlebensstrategie geworden. Es stinkt von Natur aus so sehr, das wenn es in diesen starren Nervenkollaps fällt, oft von den Kojoten liegen gelassen wird. Wenn sie dann wieder aus der Gefahr sind, werden sie nach ein paar Minuten wach, schütteln sich so lange, bis der Stress aus der Muskulatur entlassen ist und können sich dann in Sicherheit bringen um zu überleben.

Die dritte Möglichkeit der Tierwelt ist der Gegenangriff, bei dem ebenfalls alle Botenstoffe und die damit verbundenen Energien im Körper verarbeitet werden. Tiere, in freier Wildbahn, kennen daher kein Trauma.

 

Der Mensch hingegen, ist darauf trainiert, sich über den Geist immer sofort wieder in den Griff zu bekommen. Wer kennt ihn nicht, den Spruch zu einem kleinen Jungen, der gefallen ist, sich weh getan hat, und nicht weint, weil ihm gesagt wird: ein Indianer kennt keinen Schmerz...u.v.m.. Außerdem besitzt der Mensch als einziges Wesen dieser Welt, durch seinen Verstand die Möglichkeit der Abspaltung von Gefühlen, die für Ihn zu gefährlich sind, z.B.bei frühkindlicher Gewalterfahrung.

 

Im Falle des Erstarrens, z.B. nach einem Unfall, muss aber die überschüssige Energie wieder losgelassen werden, durch Zittern, Beben, Schütteln oder Weinen u.ä.. Wenn das Nervensystem das nicht kann, entsteht ein Trauma, eine biologische nicht zu Ende geführte Reaktion, die dafür sorgt, das unser Körper eine Art emotionalen Schutzpanzer in der Muskulatur bildet. Und jedes mal wenn wir dann wieder in eine ähnliche Situation geraten (und sei es nur in Gedanken – daher hilft hier eine normale Psychotherapie nicht weiter, ja es verschlimmert sich unter Umständen sogar) , sorgt das System wieder für eine neue Panzerschicht. Typische Trauma-Symptome: Der Verstand kann das nicht begreifen und man hat dann das Gefühl sich in bestimmten Lebenssituationen im Kreis zu bewegen, völlig ausgeliefert zu sein bis verrückt zu werden und steht immer unter einer Art innerer Hochspannung, ohne es erklären zu können.  

 

In meinem Leben hat sich das so gezeigt, das ich plötzliche, unerwartete Zitterattacken bekommen habe oder abends, wenn ich im Bett lag, plötzlich aus dem Nichts heraus starke Schmerzen in den Beinen bekam, die mich zwangen auf zu stehen und mich zu bewegen – es gab unendlich viele Situationen in meiner Kindheit, wo ich nicht weglaufen konnte. Sehr ausgeprägt bei mir ist auch, wenn ich Stress habe, oder eine Auseinandersetzung, (bei der nicht traumatisierte Menschen völlig ruhig bleiben,) ich sofort rennen will, ja muss, um wieder in einen einigermaßen aushaltbaren Zustand zu kommen. Heute weiß ich, das mein Körper in diesen Momenten die Führung zur Heilung übernehmen will und es das Beste für mich ist diesen Impulsen zu folgen, denn um zu Heilen ist es sehr wichtig, die überschüssige Energie aus dem Körper zu leiten. Dann kehrt nach und nach wieder Ruhe ein und mein Handlungsspielraum wird wieder größer. (Im übrigen hat man mittlerweile nachgewiesen, das Traumas auch genetisch über die DNS weiter gegeben werden, was gerade auch für die Nachkriegsgenerationen sehr wichtig ist zu wissen.)

 

Gute Nachricht zum Schluss: Trauma ist keine Krankheit, sondern einfach nur eine Störung des Energie- und Nervensystems im Körper und jede Schicht davon, die Du ausgeleitet hast ist  unmittelbar geheilt! Unsere Seele will heilen und gibt uns über unseren Körper die Möglichkeit, auf sehr sanfte Weise, diese Störung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In der ersten Zeit brauchen wir Begleitung dabei – die innere Welt scheint einfach zu gefährlich. Wenn wir erst mal wieder Vertrauen in unseren Körper gewonnen haben und wissen wie es geht und das alles normal ist, können wir uns (und dann später auch anderen) meistens sogar selber helfen.

 

Wenn Du nun erkannt hast, das auch Du traumatisiert bist und daraus möchtest, stehe ich Dir mit meiner Unterstützung gerne zur Verfügung.

Alles Liebe, Elisabeth Mareia


November 2012

Das „Abgeschnitten Sein“ und die daraus resultierende Dualität

Wir alle haben Verhaltensmuster in uns, die sich wiederholen in Form eines äußeren Spiegels und wir fragen uns dann ob wir verrückt sind oder unser Umfeld. – Mein Muster hat ganz stark mit Dreiecksbeziehungen zu tun. Interessanter Weise ist jetzt gerade auch hier in meiner direkten Nachbarschaft, im Wasserschlösschen „Haus Stapel“ , ein Film über die Liebesgeschichte von Schiller und seiner Liebe für 2Schwestern gedreht worden, der nächstes Jahr ins Fernsehen kommt.

Collin Tipping beschreibt in seinem Buch der „radikalen Vergebung“ (Ich vergebe – Der radikale Abschied vom Opfersein, ISBN987-3-933496-80-5, Kamphausenverlag) ganz wunderbar, wie wichtig es ist zu erkennen, das diese Muster meist mit früh entwickelten Abwehr-/Überlebensstrategien zu tun haben, die in Form einer Energieblockade in unserem System sitzt und uns in irgendeiner Form am „wirklichen Leben“ hindert.

Er geht, wie viele spirituelle Lehrer unserer Zeit davon aus, das wir spirituelle Wesen und hierher gekommen sind, um eine menschliche Erfahrung zu machen, die unsere Seele „zum weiterkommen“ heilen will. Außerdem geht er davon aus, das wir alle im Grunde „Eins“ sind im Tanz zwischen Erde (Das menschliche Leben, das wir uns hier ausgesucht haben) und Himmel (unserem „wahren Sein“ durch den einen großen göttlichen Geist). Das Buch und seine Arbeit sind wundervoll und ich stimme ihm voll zu. Ich selbst fühle mich mehr und mehr, wie eine Zelle in einem großen kollektiven Körper, der nur gemeinsam funktioniert, egal ob wir uns dessen bewusst sind oder auch nicht.

 

Ich habe in den letzten Jahren selbst angefangen intensiv mit Menschen zu arbeiten. Dabei stelle ich fest, das wirklich jeder Prozess, den ich begleite oder der mir auch einfach im normalen Leben begegnet, immer ein Stück von mir ist, immer auch auf die eine oder andere Art mir hilft, mich wach macht. Wenn ich bereit bin in Dankbarkeit und Liebe , darauf zu vertrauen, das ich mir, ganz egal was geschieht, die Situation selbst kreiert habe, entsteht augenblicklich Heilung in mir, und damit automatisch für Alle. Ich verstehe und fühle tiefer, werde verletzbarer und gleichzeitig immer mutiger, stärker, und bin „Verbunden“.

Beispiel aus meinem Leben ( das Leben = der geduldigste Lehrer den ich mir überhaupt vorstellen kann) mit mehreren fast identische Situationen:

Jedes mal bin ich in einer beginnenden Beziehung zu einem Mann. In exakt dem gleichen Moment, wo ich anfange mich ihm wirklich zu öffnen, krieg ich anscheinend einen Dolch mitten ins Herz, fast immer in der Form einer anderen Frau, z.B:

-            Ich empfange meinen Geliebten am Bahnhof. Ich bin im siebten Himmel und wir tanzen gemeinsam über den Bahnsteig. Ich glaube fest, dass er gerade genauso empfindet und verliebt ist wie ich, bin einfach nur offen und glücklich. 2Minuten später, sagt er mir lächelnd ins Gesicht: Lisa, ich habe meine Traumfrau gefunden und das bist nicht Du…

-            Der Mann mit dem ich leiert bin, erzählt mir, das seine Exfrau in Schwierigkeiten steckt und er ihr helfen müsse. Da ich ihm Vertraue und unsere Liebe in meinen Augen wirklich auf einem guten Weg ist, kein Problem. Ein paar Tage später kommt er morgens Freude strahlend zur Verabredung, nimmt mich in den Arm mit den Worten: Lisa ich bin der glücklichste Mann der Welt. Meine Frau ist zu mir zurück gekommen…

-            Ein Mann, der langsam in mein Leben gekommen ist, definitiv eine feste Partnerschaft wollte und mit dem ich ein halbes Jahr viele wundervolle Erlebnisse hatte. Im Bett hörte ich Sprüche wie: „Endlich bin ich zuhause“ von seiner Seite, sagt mir von einem Tag auf den anderen direkt ins Gesicht: Da ist jetzt eine neue Frau mit einem DR.Titel und er hätte mich nie geliebt und mich nur benutzt, weil er nicht alleine sein wollte. Interessanter Weise hat der selbe Mann eine langjährige Ehe hinter sich, in der er umgekehrt unter dem Muster gelitten hat.

-            Ganze 13Mal hat mir das Leben solch eine Situation präsentiert und ich habe es nicht geschafft zu verstehen. Aus meinem menschlichen „Opferbewusstsein“ gesehen, bleibt als Herz nur ein einziger Trümmerhaufen.

Doch jetzt, aus meinem wahren Selbst heraus und der göttlichen Perspektive, kann ich sehen, das mehrere riesen Geschenke für mich dabei waren:

1.        Nur weil der andere mich scheinbar verrät, muss ich mich nicht von meiner eigenen Liebe (und damit von Ihm) abschneiden.

 

2.        Ich habe erkannt, das ich eine unglaubliche Kraft der Liebe in mir habe. Sie dient mir, meine Aufgabe in dieser Welt zu erfüllen: Frieden in mir selbst zu finden, egal wie sehr mich mein Umfeld scheinbar verletzt und angreift, und anderen Frauen und Männern in meiner Arbeit diesen Frieden, und damit auch die Liebe „für Einander“ wieder zu öffnen.

 

3.        Ich habe gelernt mir Hilfe zu holen und habe jetzt über die Trauma-Arbeit entdeckt, dass diese verräterische Abspaltung immer nur in mir statt gefunden hat. Der andere hat sich bereit erklärt mein Spiegel für diesen Heilungsprozess zu sein. Jetzt bin ich nach langer (nicht immer leichter) Fahrt soweit, das ich „das Monster meiner eigenen inneren Abspaltung“ (= Gefühle die ich selbst nicht wahrnehmen konnte, weil ich sie als Kind geglaubt habe, abspalten zu müssen um zu überleben: z.B. das Gefühl „Opfer zu sein“, mich „ausgeliefert und abhängig zu fühlen“, meine „Wut“) in mir gefunden und liebevoll in mein Herz genommen habe.

 

4.        Ich habe, durch meine Bereitschaft, mich immer wieder zu öffnen, auf Gott zu vertrauen und hin zu fühlen, ein sehr großes Mitgefühl entwickelt. Denn all diese Männer haben(aus menschlicher Sicht) spiegelverkehrt gleiche oder ähnliche tiefe Verletzungen wie ich und auch ich tanze meinen Tanz der Heilung mit und für Sie:            

Der Erste war eins von mehreren Kindern und die Mutter war völlig überfordert. Sie gab ihren Einjährigen Sohn weg, weil das nächste Kind schon unterwegs war. Für Ihn absolut traumatisch. Er kann sich bis heute nicht binden.  

Der Zweite ist in einer Familie groß geworden in der es regelrechte Prügelrituale gegeben hat. Die Jungs sollten zu „ganzen Kerlen“ werden und sind so lange geprügelt worden, bis sie nicht einmal mehr weinen konnten.         

Der Dritte ist mit schwer kriegstraumatisierten und daher depressiven Eltern groß geworden und war Partnerersatz für seine Mama. Völlige Überforderung für ein Kind.      

- Solch ein Drama haben alle meine Männer (angefangen bei meinen eigenen Eltern und Brüdern) mit sich getragen. Diese Männer waren alle gezwungen „Ihr Herz, und damit ihre Gefühle abzustellen und die Kontrolle komplett dem Verstand zu überlassen“. Das geht schon über Generationen so und viele Männer wissen nicht mehr was es bedeutet zu lieben. Körperlich schon, aber das Herz ist sehr oft nicht dabei. Das wiederrum hat für uns Frauen die Folge, das „unser weibliches“ größtes Gesellschaftsproblem “unser Minderwertigkeitskomplex“ der sich über die Jahrhunderte weiblicher Unterdrückung und Ausbeutung, ebenfalls immer mehr gesteigert hat, uns dahin treibt, den Männern die Schuld zu geben und uns innerlich und äußerlich immer mehr von Ihnen zu trennen und damit ebenfalls von unserem größten Schatz: Von unserer großen Macht „der weiblichen Liebe in unseren Herzen“. Im Tantra erlebe ich immer wieder, dass das nicht nur meine Geschichte, sondern tatsächlich ein kollektives Problem ist, das sich immer mehr zuspitzt.

Aus dieser Position und spiritueller Sicht kann ich ganz deutlich erkennen, das es jetzt mehr denn je darum geht, die Geschichte unserer Vergangenheit ganz zu fühlen, jeder für sich, und dann loszulassen – zu vergeben. Mich Einzig und Allein um die Heilung MEINES HERZENS „ jetzt“ zu kümmern ist in meinen Augen der Einzige Weg aus der Sackgasse. Das Paradies „der liebenden VerEINigung von Mann und Frau“ ist immer noch in uns, in jedem Einzelnen, und wir selbst sind verantwortlich dafür es wieder zu entdecken.

 

Einige spirituelle Lehrer dieser Zeit sagen, dass das geht in dem wir einfach nur positiv denken. Ich für meinen Teil glaube das nicht. All meine tiefsitzenden ungelebten emotionalen Verletzungen waren in mir eingesperrt wie in einem Vulkan, dessen Druck immer größer wurde. Meine Seele war in der Lage, in den Deckel des Vulkans immer ein so großes Loch zu machen, das ich die aufsteigenden alten Gefühle, die gerade dran wahren, portionsweise wirklich verarbeiten konnte. Der alte Müll ist nach und nach abgeflossen = die alte emotionale Vergiftung in meiner Seele und meinem Körper. Diese Art der Entgiftung in mir war nicht immer einfach und braucht für die nächsten Schichten auch heute noch großen Mut. Doch kann ich aus meiner Sicht nur sagen: Es hat sich immer gelohnt!- und sehr nahrhafter Boden für neues Wachstum entstand. Aus dem Vulkan im Meer der Gefühle ist eine wundervolle neue Insel geboren und ein neues Paradies kann sich entfalten. Hätte ich nur einen „Positiv Denken Pfropfen“ oben drauf gedeckelt, hätte das blockierende Energiefeld im Innern dafür gesorgt, das ich weiter in einer leeren Scheinwelt lebe. Mir begegnen immer wieder Menschen auf dem spirituellen Weg, die hinter dieser Art von Maske, deutlich spürbar für ihre Umwelt, abgetrennt und leer bleiben. Oder der Vulkan explodiert irgendwann mit einer solchen Heftigkeit, das er alles Leben und sich selbst zerstört, zum Beispiel in Form von Krankheiten wie Krebs.

Wenn ich aus „göttlicher Sicht“ auf all das schaue, macht „Alles Sinn“ und auch wenn ich Ihn nicht verstehe, entsteht innerer Frieden und Heilung. Urteile hören auf, Akzeptanz wächst und die Liebe kann langsam aber sicher zurück in unsere Herzen kommen. Jeder für sich und dadurch wir alle für einander.

Was bleibt ist ein großes Danke, Frieden und Liebe. „So sei es!“ kann ich dazu nur sagen, wünsche uns allen das Beste und werde auch Euch, soweit es in meiner Macht steht, weiter dabei unterstützen tiefer in „Eure Herzen und Liebe“ zurück zu kehren,

Eure Elisabeth Mareia