... und ich schenke Euch mein Märchen:

 

„Die Liebe und der Virus des Vergessens“

Mein ganz persönliches Tantra-Märchen:

 

Vor langer Zeit wurde in einer Familie, die war, wie alle Familien, ein Mädchen geboren. Sie wurde, wie alle Babys, mit „dem Wissen geboren, was Liebe ist“ und war somit, wie alle Babys, ein großes Geschenk für diese Welt.

Nun begab es sich aber, dass die Welt schon seit Generationen, von einer schlimmen Krankheit befallen war. Eine Krankheit, die fast alle Menschen vergessen ließ, was Liebe ist. Diese Krankheit war so schleichend, das die meisten Menschen nicht mal mit bekamen, wenn sie an ihr erkrankten. Ja, auch ihre eigene Familie, war schon schwer erkrankt. Die Mutter konnte sie nicht lieben, da sie selbst nicht geliebt worden war, sich selbst nicht liebte. Sie konnte ihr nicht zeigen, dass sie als Frau, so wie jede Frau auf dieser Welt, in Ihrem tiefsten Innersten eigentlich der paradiesische Garten der Liebe ist, nachdem sich jeder Mann sehnt. Sie hatte es vergessen. Und der Vater hatte sich in Arbeit, Alkohol und Drogen verloren. Auch er kannte seine Bestimmung als göttlicher Beschützer der Liebe, und somit der Frau, nicht mehr. Er hatte es, wie alle Männer dieser Welt, vergessen. Mutter und Vater, die sie doch so dringend brauchte, lebten nebeneinander her und verstanden sich nicht, liebten sich nicht. Ja, egal wo das Mädchen hinschaute, es schien nur Krieg zu herrschen auf der Welt. Doch sie wusste instinktiv, dass es zwischen Mann und Frau trotz allem ein Wunder gab. Eine Art Magie , die nie aufzuhören schien, auch wenn die Menschen noch so blind waren. Sie wusste, das Mutter und Vater, so wie alle Männer und Frauen dieser Welt, nur dann geheilt werden würden, wenn dieses Wunder wieder zurück in Ihre Herzen kehrte .

Und das war ihre ganz besondere Gabe. Ihr unschuldiges Kinderherz schien immun zu sein, gegen den Virus „des Liebe Vergessens“. Doch wie bei allen Kindern, wurde genau das zu ihrem größten Problem. Sie wollte Ihre Liebe so gerne verschenken, denn sie hatte doch so viel davon. Aber niemand war da, der sie haben wollte. Wenn sie ihre Träume der Mutter schenkte, stieß diese sie weg und sagte: Du bist eine Träumerin. Das können wir hier nicht brauchen.“ Wenn sie zum Vater ging und ihm eine Blume schenkte, trat er diese in den Staub und ging einfach weiter. Sein Vergessen war schon so schlimm geworden, das er sogar seine Tochter vergessen hatte. So wurde das Mädchen immer trauriger und manchmal wünschte es sich, es könnte auch endlich vergessen. Denn es sah, dass das Vergessen scheinbar seine gute Seite hatte. Die infizierten Menschen schienen sogar ihr eigenes Leid zu vergessen. Das Mädchen fühlte mit allen und allem mit und weinte die Tränen der Menschen, die dazu nicht mehr in der Lage waren. Wo immer diese Tränen der Liebe hin fielen, ließ die große Göttin, deren Tochter dieses Kind in Wirklichkeit war, immer genau das wachsen was ihr geliebtes Kind benötigte. Das Mädchen konnte die Göttin zwar nicht sehen, aber in Ihrem Herzen wusste sie, das alles was passierte zu Ihrem Besten war.

Als sie 7 Jahre alt wurde, und das Drama der Krankheit in Ihrer Familie und den Menschen in Ihrer Umgebung immer schlimmer wurde, entschloss sie sich auf die Reise zu gehen. Egal wie anstrengend die Reise auch werden würde, das Heilmittel wartete darauf, von Ihr entdeckt zu werden. So schnürte sie Ihr Bündel und wanderte los. Sie war es gewöhnt allein zu sein und innerlich war immer die Wärme der großen Mutter, die über sie wachte. Das wusste sie.

Wenn sie nachts in der Stille des Waldes unter einem beschützenden Baum lag, konnte sie das wispern der Blätter hören – das war die Stimme der Göttin.

Wenn sie Ihr Brot mit den Vögeln teilte und Ihr zwitschern hörte – das war die Stimme der Göttin.

Wenn sie auf Ihrer Wanderung in der Sonne im warmen Sand lag und die Wellen des Meeres hörte – das war die Stimme der Göttin.

Wenn der Wolf und das Reh in Winternächten zu ihr kamen, ihr ihren wärmenden Pelz für ein paar Stunden schenkten, und sie schlafend neben Ihnen ihren liebevollen Atem hörte – dann hörte sie die Stimme der Göttin.

Egal wo sie hinkam, mit Mama Natur an Ihrer Seite war sie glücklich, es fehlte Ihr an nichts und so ließ sie sich führen.

Es ging auf und es ging ab und alles war gut.

 

Eines Tages, kam sie auf Ihrer Reise in ein kleines Dorf. Dieser Ort war anders, als die Orte die sie bisher gesehen hatte. Die Krankheit des Vergessens, war hier noch nicht angekommen. Die Menschen waren zwar scheinbar an materiellen Dingen arm, aber in Wirklichkeit hatte dieser Platz einen großen Reichtum: es gab lachende Kinder, die auf den Straßen spielten und liebende Mütter die sie in die Arme nahmen. Ja sogar einige lachende, spielende Väter, die ihren Kindern z.B. zeigten wie man mit Pfeil und Bogen umging, waren dabei. Sie konnte es kaum glauben. Ihr Herz war glücklich. Sie spürte den alten anwesenden Heiler und als sie sich an den kleinen versteckten See im Dorfgarten setzte, um Ihre müden Füße im kühlen Wasser ein wenig ausruhen zu lassen, setzte er sich, wie ein kleiner unschuldiger Junge neben sie. Sie war überrascht und sehr verwundert, denn er war uralt, doch hatte er sich, wie sie selbst, das offene Herz bewahrt. Sie hatte längst die Hoffnung aufgegeben, dass es noch einen anderen Menschen wie sie geben könnte, einen der lieben kann.

 

„Bin ich jetzt zuhause und gibt es hier die Medizin, die meine Familie und die anderen Menschen heilen kann?“ Der alte Mann sah sie sanft aber ernst an. „Nein mein Kind. Gott hat Dich zu mir geschickt, damit ich Dir noch etwas gebe bevor ich sterbe. Ich bin zwar ein Zauberer, der dieses Dorf Zeit meines Lebens einigermaßen beschützen konnte. Aber meine Zeit ist jetzt bald gekommen. Ich weiß nicht mal, ob der alte Schelm da oben“ dabei zwinkerte er sie lächelnd an, “ mir noch genug Zeit lässt, dir alles nötige zu erzählen.“ „Soll das heißen es gibt außer meiner Göttin auch noch einen Mann als Gott?!“ „Ja, so ist es. Und doch sind Beide ein und das Selbe. Es ist vollkommen egal, welcher Religion oder Glaubensrichtung wir angehören. Alles ist ein und das Selbe. Die Krankheit des Vergessens, die den Menschen befallen hat, hat den Menschen leider auch um das Wissen beraubt, das es Gott und Göttin braucht, dass es Mann und Frau gleichermaßen braucht, damit diese Welt wieder heilen kann.

Nur Beide zusammen werden wieder ein Ganzes sein. Wenn Du dieses Ganze gefunden hast, Kleines, hast Du das Heilmittel in der Hand, das diese Welt braucht.

Ich kann Dir jetzt schon sagen, dass ein liebender Mann, der mit seinem Gott im Inneren verbunden ist, in Deiner Zukunft auf dich wartet. Doch nur, wenn Ihr Euch erkennt, und das wird nicht einfach sein, könnt Ihr einen Samen in diese Welt bringen, der sie retten kann.“  

„Weshalb ist das Erkennen denn so schwierig?“

„Der Lausebengel, da oben“ und er grinst zum Himmel „lässt mir tatsächlich nicht mehr genug Zeit, Dir alles zu erzählen. Deshalb muss ich mich jetzt kurz fassen, mein kleiner Schatz. Denn mein müder Körper sehnt sich danach Mutter Erde zu küssen und meine Seele möchte ins goldene Licht.

Sobald ich tot bin, wandere weiter. Du wirst jetzt zur jungen Frau und Deine Gefühle werden sich sehr verändern - Dich oft verwirren. Da Du als erwachsene Frau , die Schöpferkraft der großen Göttin und den ständigen kreativen Wandel von Geburt und Tod des ganzen Universums als Keim in Dir trägst, wird es in Deinem Inneren Wirbelstürme und Sintfluten geben. Der Mann, der dich wirklich liebt, der lieben kann – und ich muss zu meinem eigenen Bedauern sagen, das auch ich es vergessen hatte und es ein langer Weg und viel Arbeit an mir war meine göttliche, männliche Kraft und Autorität in der Liebe wieder zu finden – wird Dir die Geborgenheit und den Schutz geben, nachdem sich der Garten Deiner Liebe sehnt, um für Euch und Alle wachsen zu können, und Du kannst Ihm umgekehrt mit Deiner Liebe die Flügel der Freiheit und die Wurzeln im Sein schenken. Doch habe viel Geduld mit Dir selbst, denn auch Du hast in Deiner Kindheit ein falsches Bild der partnerschaftlichen Liebe in dieser Welt gesehen – eine Illusion, eine Sucht, ein Ersatz, zu der auch „das Verliebt sein“ gehört, die die Krankheit des Vergessens mit sich brachte, die Du im Laufe Deiner Erfahrungen hinter Dir lassen musst. Diese Illusion wird Dich oft so sehr verletzten, das Du glaubst sterben zu müssen und jedes Mal wird es ein Sterben sein und eine wundervolle neue Geburt wird folgen. Aber vor Allem musst Du lernen die Männer zu verstehen, sie mit und wegen Ihrer erfüllenden Andersartigkeit zu lieben und Ihnen zu verzeihen. Wir brauchen Dein Verzeihen und Deine weibliche partnerschaftliche Führung in der Liebe um zu heilen. Erkenne Deine Macht und bleibe ehrlich mit Dir, Dir selber treu. Erkenne Dich selbst. Vertraue weiter, auch wenn Dir alles aussichtslos erscheint. Vertraue Deinem höheren Sinn und alles wird gut. Und jetzt muss ich gehen und wünsche Dir eine gute Reise.“

Das Mädchen erwachte. Ihre Beine baumelten immer noch im Wasser des kleinen Sees, die Sonne wärmte sie und der Wind streichelte sanft ihre Haut. „Habe ich alles nur geträumt?!“ Verwirrt schaute sie sich um. Der alte Mann und das kleine Dorf waren verschwunden und doch war alles so real gewesen. „Das verstehe ich nicht… aber egal, mein Herz sagt, das all das hier gerade wirklich passiert ist und ich weiß, das ich meinem Herzen vertrauen kann.

Und so wanderte sie weiter auf ihrem Weg und vertraute. Und es ging auf und es ging ab und alles war gut.

 

 

In den Regenwäldern des Südens, nach weiteren Jahren der Wanderung, in denen sie zu einer schönen jungen Frau herangewachsen war, gefiel es ihr so gut, das sie sich für eine Weile dort nieder ließ. Hinter einem Wasserfall fand sie eine kleine Höhle, die sie sich gemütlich einrichtete. Dieses Leben versorgte sie mit allem was Sie brauchte und sie war glücklich.

Es waren einige Monate vergangen, als sie morgens in ihrem neuen Zuhause von fremden Geräuschen geweckt wurde. Es gab einen kleinen Spalt in der Wand der Höhle, der wie ein kleines Fenster einen Blick in ihren Paradiesgarten mit dem schönen See freigab. Vorsichtig schaute Sie hinaus. Als erstes entdeckte Sie seine Kleidung und seine Ausrüstung. Es schien ein Jäger zu sein.

Dann sah sie Ihn: Groß, breitschultrig, wunderschönes langes lockiges schwarzes Haar, Vollbart, sanfte dunkle Augen und von der Sonne gebräunt stand er im klaren Wasser, erfrischte sich und schien sie nicht zu bemerken. Versunken in den Anblick seiner Schönheit, wurde Ihr klar, dass Ihr nichts anderes übrig blieb, als diesem Mann zu begegnen. Mit Ihrem offenen Kinderherzen ahnte sie nichts Böses. Sie hatte noch nie in Ihrem Leben ein solches Gefühl gehabt. Zerrissen zwischen Angst und Neugier, wusste sie nicht, wie ihr geschah. Sie nahm Ihren ganzen Mut zusammen und trat durch den Wasserfall auf Ihn zu. War dieser Mann, der göttliche Bote, den ihr der Alte angekündigt hatte? Im Gegensatz zu Ihr war der Mann nicht erschrocken. Ganz im Gegenteil. Er hatte sie erwartet. Er hatte sie seit Tagen ohne Ihr Wissen, beobachtet. Eine leichte naive Beute in seinen Augen. Er war fast doppelt so alt. Er gab Ihr keine Zeit ihn kennen zu lernen. Er wollte nur spielen. Er wollte keine Verantwortung. Er wusste, er konnte jede haben. Er füllte Ihren leeren unschuldigen Kelch mit seinem Begehren und seiner Sexbesessenheit, statt mit Liebe. Er benutzte sie für sein Vergnügen. Sie ließ sich benutzen, hielt es fälschlicherweise für Liebe, schenkte sich Ihm ganz und ahnte immer noch nichts Böses.

Schon am nächsten Tag zog er mit einer anderen weiter und sie brauchte Jahre um sich von diesem Schock zu erholen. Doch irgendwann verstand sie. Verzieh ihm, liebte Ihn trotzdem und wusste plötzlich, dass auch er einer der vielen Männer war, der am Virus des Vergessens litt. Er wusste genauso wenig wie sie selbst darüber, wie Mann und Frau sich auf göttliche Weise lieben konnten.

Warum nur ließen Gott und Göttin es zu, das etwas so wunderschönes wie die körperliche Liebe, in der Mann und Frau die zwei Puzzelteile waren, die nur zusammen ein Ganzes ergaben, dieses unsagbare Geschenk vergaßen und verachteten?

Doch je mehr sie Ihre Selbstliebe zurückgewann, desto mehr verstand sie auch, das sie der Göttin in sich selbst vertrauen musste, auf diese hören und sich selbst gleichzeitig treu bleiben musste, wie es der alte Mann Ihr geraten hatte. Es gab viele Männer. Sie beobachtete. Sie versuchte. Sie fühlte. Sie liebte. Sie verstand. Sie verlor sich. Sie verzieh. Sie forschte. Sie wurde wütend. Sie wurde sanft. Sie entdeckte die Furie und den Macho, und entdeckte deren dunkle Seiten und tiefe Abgründe. Sie ahnte das große Glück. Sie starb viele male an den Verletzungen der falschen Liebe. Sie ließ los oder wurde losgelassen. Sie vertraute trotzdem und wurde immer wieder neu geboren.

Eines Tages, vielleicht waren schon 40 oder 50 Jahre ihrer Forschungsreise vergangen, flehte sie die Göttin um Hilfe an. Sie hatte so oft gesehen, dass Männer Frauen gutes tun wollten, aber sie verletzten und dann, selbst resigniert, im Stich ließen, weil sie nicht wussten wie es ging. Und sie hatte unzählige Frauen gesehen, die mit Ihren Emotionen Ihre schwachen Männer wie kleine Jungs behandelten und in Abhängigkeit hielten, weil auch sie nicht mehr um das große Wunder der Liebe wussten. Und auch sie selbst war nun an einem Punkt angekommen, an dem es einfach nicht weiter zu gehen schien. In tiefer Verzweiflung, mit einem riesengroßen Splitter-Herzen, hatte sie keine Kraft mehr. Sie wollte nicht mehr um die Liebe kämpfen, keine Medizin mehr suchen, brach zusammen und wollte nichts mehr, als Ihren eigenen Frieden. Ja, es war der Momente wo sie sich nichts sehnlicher wünschte, als auch einfach nur zu vergessen. Sie gab auf. Sie hatte alles getan, was möglich war und jetzt wollte sie einfach nur noch sterben. Sie legte sich hin, schloss die Augen und… da war er wieder. Sie saß wieder mit dem alten Mann am See. Er hielt sie tröstend in den Armen und sie weinte und weinte und weinte. Es schien der Schmerz aller Frauen und Männer der Welt zu sein. All der Schmerz der vergessenen Liebe und der durch die Jahrhunderte des Vergessens gebrochenen Herzen.

Als sie sich wieder beruhigt hatte, sah er ihr lächelnd, tief und liebevoll in die Augen: “ Du wundervolles mutiges, liebendes Wesen. Auch wenn Du es noch nicht ahnst, Du hast alles gegeben was Du konntest. Unbewusst hast Du unzählige Samen der Liebe eingepflanzt die schon längst anfangen als Blumen Ihre heilende Wirkung zu verströmen und Du bist viel weiter als Du glaubst. Hast Du noch nicht gemerkt, dass Du nicht mehr allein bist!? Sieh mit Deinem Herzen und der Göttin in Dir genau hin, vertraue weiter, wir sind bei Dir und Du wirst in Kürze sehr erstaunt sein.“

Als sie die Augen aufschlug und sich wieder allein vorfand, fühlte sie sich gestärkt und voller neuem Lebensmut, aber gleichzeitig auch voller Demut und Dankbarkeit, denn sie wusste, das ihr gerade das zweite mal im Leben, der Geist der Liebe erschienen war und genauso wusste sie, das er immer bei Ihr war: in Ihren eigenen Herzen. Sie verstand, dass er immer besonders dann zu Ihr kam, wenn sie nichts mehr wollte, wenn alles in Ihr still wurde. Und genau das waren auch die Momente, wo die Göttin in Ihr sie auch beschützte. Sie bemerkte plötzlich, das sie in der tiefsten Verzweiflung nichts weiter tun musste, als sich auf all das Gute in Ihrem Innern zu konzentrieren, und der Frieden und die Kraft kamen zu Ihr zurück.

Mit diesem neuen Bewusstsein entdeckte sie plötzlich ein Wunder nach dem anderen. Sie hatte immer nur auf das geschaut, was sie heilen und verändern wollte. Jetzt erkannte sie, dass eine Zeit der Ernte anfing. Auf Ihrem Weg hatte sie viele neue Freunde gewonnen, Menschen die sie früher verachtet hatten, kamen plötzlich, öffneten Ihre Herzen und fragten sie um Rat. Es war, als hätten sie den Virus des Vergessens einfach vergessen. Eigenliebe, Lebensfreude, Glück, Gesundheit, Tanzen, Spaß und Lachen hielten immer mehr Einzug in Ihr Leben und schienen Ihren Teil zur Heilung aller beizutragen. Die Quelle dazu, das wusste sie mittlerweile, lag immer in ihr selbst, in Ihrem Herzen, so wie in allen Herzen.

Sie wanderte weiter. Es ging auf und es ging ab und alles war gut.

 

Und dann, sie hatte es schon vergessen, passierte es eines Tages. Seit vielen Jahren gab es in Ihrem Leben einen wunderbaren Freund. Wenn andere Männer in Ihrem Leben auftauchten, blieb er, liebte und unterstützte oft sogar Beide. Alles mit Ihm war leicht, unkompliziert, verspielt und liebevoll und gleichzeitig schenkte er ihr Beständigkeit Kraft und Halt. Ein tiefer Instinkt in Ihr wusste, dass er sie liebte. Doch sie konnte Ihn nicht als Mann erkennen. Sie empfand die Nähe zu Ihm, wie die Nähe zu einem Freund oder einem Bruder, den sie nie wieder vermissen wollte, aber wenn sie versuchten miteinander zu schlafen, passierte das Gleiche wie mit allen anderen Männern zuvor. Ihre Liebe blieb unerfüllt.

 

Eines Nachts hatte sie dann einen Traum in dem die Göttin zu Ihr sprach: „Erkenne mit Deinem Herzen und bleibe in Deiner Macht. Lass Dich nicht täuschen. Du wirst im richtigen Moment genau wissen was zu tun ist, und Deinen Mann und seine Göttlichkeit erkennen. Leider ist auch er noch blind durch den Virus des Vergessens. Er ist genauso lange gewandert wie Du und trägt die Gleiche Sehnsucht in sich. Doch Du als Frau, mit Deiner Dir inne wohnende großen Macht, - vergiss nicht, Du bist meine Tochter! – wirst ihn wieder fühlen und sehen lassen. Vertraue Deinem größten Schatz: Deiner Liebe.“ „Das tue ich große Mutter. Darf ich Dich etwas fragen?“ „Natürlich, mein Kind“ „Der Virus des Vergessens – was hat er in den Männern verändert? Als Deine Tochter weiß ich, dass mein Körper und meine Sexualität ein Schlüssel zur großen gemeinsamen Göttlichkeit ist zwischen Mann und Frau, zur ewigen Schöpfung und zum wahren ALL-EINS-SEIN. Doch im realen Leben funktioniert es nicht. Die Art, wie der Mann zu mir kommt und mir seine Liebe schenken will, macht meinen Paradies-Garten zu. Der Teil in mir, der ihn so gern liebevoll empfangen möchte, sich verschenken und hingeben möchte, schließt sich, statt sich zu öffnen. Er tut alles um mich zu einem Orgasmus zu bringen, weil er glaubt, dass das mein höchstes Glück ist. Manchmal ist das auch schön und ich bin sehr entspannt danach, aber in meinem Herzen bleib ich dabei unerfüllt. Denn ich weiß um die Schönheit, Tiefe und die exquisite Feinheit meines Gartens. In mir allein und in Verbindung mit meinem Herzen.“

„Ja, mein Gottesgeschenk, das ist tatsächlich ein großes Problem. Deshalb erzähle ich Dir jetzt die Geschichte wie alles anfing:

Vor vielen Jahrhunderten, als die Menschen noch gesund waren, war jede körperliche Begegnung zwischen Mann und Frau ein einziges großes Fest der göttlichen Macht, in Dankbarkeit und stillen tiefen Ekstase.

Dann kam der Virus des Vergessens und die ersten großen Verletzungen. Bei Männern wirkte sich das Vergessen sehr schnell und heftig aus. Der Virus hatte bei ihnen eine besonders schlimme Nebenwirkung. Bisher hatten sie in der Frau den Spiegel der großen Göttin gesehen und sie gerade deshalb geachtet. Sie bewunderten Ihre Schöpferkraft und es machte Ihnen unglaubliche Freude diese und die tiefe sanfte Feinheit des Weiblichen, zu beschützen. Dafür wurden auch sie von der Frau in Ihrer Stärke und männlichen Autorität im gleichen Maße geliebt und geachtet.

„Das Vergessen“ bewirkte, das sich im Mann ein Gefühl von Neid und Unterlegenheit bildete. Er verstand die Magie der Frau nicht mehr, ja bekam Angst vor ihr und nutze nun, da er krank geworden war, seine falsch verstandene körperliche Kraft, um sich die Frau und die Erde nach und nach zum Untertan zu machen. Das drückte sich auch in seiner Sexualität aus. Er fing an zu machen, zu kontrollieren, statt Gott durch sich wirken zu lassen. Von Stund an diente er nicht mehr der Göttlichkeit, der Frau und dem Leben, sondern nur noch sich selbst und seinem Vergnügen. Er schnitt sich von seinem Gefühl ab, und merkte, auf Grund der Krankheit nicht, dass er sich selbst damit am meisten schadete. Er selbst hatte sich aus dem göttlichen Garten, und somit aus seinem Zuhause verbannt. Es war also genau umgekehrt wie bei der Geschichte, die uns die Bibel von Adam und Eva erzählt.

Das wirkte sich in jeder Hinsicht auf die Frau aus und sie wurde in kürzester Zeit schlimm infiziert. Sie wusste, dass sie nicht mehr geliebt wurde, sondern nur noch benutzt. Viele starben innerlich sofort an den schlimmen Verletzungen und die, die den ersten Ansturm des Virus überlebten, passten sich den Gegebenheiten an.   Der Mann konnte nun nicht mehr die weibliche Liebe zum Leuchten bringen und deshalb verschlossen die Frauen Ihren inneren Liebesgarten und zogen sich in sich selbst zurück. Doch der Verrat, den die Männer begangen hatten, holten auch die dunklen Seiten der Frauen an die Oberfläche. Sie verkauften sich um zu überleben, oder fingen an zu manipulieren, oder wurden selbst zu weiblichen Tyrannen. Nach dem Macho, war nun auch die Furie geboren. Auch sie hatten im Laufe der Zeit alles vergessen. Aus dieser Energie heraus wurden nun weiter Kinder gezeugt - diese negative Energie in sich, in jeder Zelle- von Generation zu Generation und die Welt begann zu sterben. Und die Folgen kennst auch Du, nicht wahr?“ - „Aber warum kann ich dann immer noch lieben, Große Mutter?“

Die Göttin sah in ihr, vor Mitgefühltränen überströmtes Gesicht und lächelte sie an.“Was ist in Deinem Leben passiert, wann immer Du einen Zusammenbruch hattest?“ Sie lauschte in ihr Herz und antwortete:“ Wenn ich zusammenbrach, kam ein großes Nichts und dann war da plötzlich wieder Leben und liebevolle Hilfe des Göttlichen in mir. Damit wuchs mein Vertrauen auch in meine eigene Kraft.“ „ Ja, Kind, genauso ist es. Das Leben und die Liebe siegen immer. Du musst dich nur für sie entscheiden. Auch Du warst nie immun gegen den Virus. Ich weiß, dass Du das geglaubt hast. - Hast Du jetzt eine Ahnung, warum Du trotzdem immer beschützt warst?“ „ Nein“ erwiderte sie lächelnd „ - viel besser! ich weiß es jetzt und ich weiß auch was mein nächster Schritt ist!“

 

Jetzt wurde sie hellwach. Ihr Herz fing an zu leuchten und sie lief zu Ihrem Freund und Bruder. Dieser empfing sie mit einer liebevollen Umarmung und etwas sehr wesentliches hatte sich von diesem Augenblick an zwischen ihnen verändert. Sie sah nicht nur den Mann sondern auch seine liebevolle Göttlichkeit und fragte Ihn aus ganzem Herzen:

„Erlaubst Du mir und somit der großen Göttin, Dich in meinen Garten der Liebe zu führen und wirst Du ihn in jeder Liebesbegegnung schützen, achten und ehren?“

„Ja!“

„Verstehst Du, wenn ich Dir sage, dass ich in dieser, meiner ersten echten „Liebesbegegnung“ möchte, dass Du mich nicht begehrst! – das wir uns nicht verlieben! - das Du nichts tust! - das Du nur bist!?“

„Ähhh - Ja!“

Er wusste es zwar nicht wirklich und war etwas verwirrt, aber im Vertrauen seines Herzens, das der Liebe, und nicht dem Virus, immer gefolgt war, erkannte er seine eigene männliche, göttliche Präsens und damit die Wahrheit des Augenblicks - der Augenblick der Erfüllung der göttlichen Liebe.  

 

 

Wahrscheinlich musste sie noch lange Geduld haben, weil er „das machen“ einfach nicht lassen konnte. Doch das war schnell verziehen, sobald sein Herz das Wesentliche wieder erkannte ……

Und es ging auf und es ging ab und alles war gut. - Ach ja – das hätte ich ja fast vergessen - Das Strahlen ihrer gemeinsamen Liebe wurde so ansteckend, das der Virus über kurz oder lang keine Chance mehr hatte.

 

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein rundrum erfüllendes „Hasenjahr“ (im chinesischen Horoskop, das Jahr der sanften Liebe)2011.

Eure Elisabeth Mareia

 

Was mich zu dieser Geschichte bewegt hat:

Am 19.12.2010 durfte ich das erste mal bewusst erleben, was es bedeutet, wenn Mann und Frau, in echter göttlicher Liebe verbunden, miteinander in den Tantrischen Paradiesgarten eintauchen.

Solange ich denken kann, hab ich 2 wesentliche Dinge im Leben nicht verstanden:

Ich habe immer gewusst, dass diese Magie der Anziehung ein tiefes Mysterium beinhaltet, das vollkommen anders ist, als das, was mir (und uns allen) in dieser Welt vorgelebt wurde. Aber es tatsächlich zu erleben, übertrifft alles, was ich mir vorzustellen gewagt habe.

Jetzt habe ich erlebt und verstanden, was an den beiden Sätzen oben nicht funktioniert.

1.Denkfehler: Kein Mensch kann einen anderen glücklich machen. Das kann jeder nur für sich selber tun.

2.Denkfehler: In der Liebe, auch und gerade in der körperlichen Liebe, gibt es nichts zu machen!     Die Liebe und Verbundenheit, nach der wir uns alle sehnen, erreichen wir erst, wenn wir erkennen, das Gott und Göttin, Yoni und Lingam, ihre Energie in uns selbst erst durchs reine „Sein“ entfalten.

Ich selbst habe viele Jahre gebraucht, um meinen Körper und mich (wir waren beide tief verletzt und abgestumpft) wieder zu sensibilisieren für die echte und erfüllende Liebe. Es hat mich sehr viel Kraft, Schmerz und Durchhaltevermögen gekostet, um an mein heutiges Wissen/Fühlen zu kommen. Mit meiner Liebe verbunden zu bleiben, mir selbst und meinem Inneren in all den Jahren treu zu bleiben, war oft eine riesen Herausforderung und ich hatte unglaublichen Widerstand in mir und um mich herum. Und heute kann ich glücklich sagen: Jeder einzelne Augenblick hat sich gelohnt!

 

 

Deshalb hier an dieser Stelle ein ganz großes DANKE:

- an meinen über alles geliebten Opa Rudi. Er starb als ich etwa 7 Jahre war. Für mich war er ein bisschen wie der Dorfzauberer in meiner Geschichte.

- an meine geliebte Theresa (Barthelmes), meine langjährige, liebevollste Freundin und Tantra-Lehrerin, die mir gegenüber , Gott sei Dank, einen noch größeren Dickschädel hatte, wie ich

!-))), damit ich als Frau, endlich lerne was nötig ist

- den männlichen „Arsch-Engeln“ in meinem Leben (wie Robert Betz sie nennen würde - und wer ihn kennt, weiß, dass das aus meinem Mund deshalb ein echtes Kompliment ist J)

- den Büchern von den Tantra-Lehrern: Diana und Michael Richardson und Barry Long

-  den Meditationen für mein Inneres : Osho und Maharaji

 

- Und von ganzem Herzen Danke Dir lieber Peter, der Du den Mut aufgebracht hast, eine Zeit lang mit mir in völlig neu zu erforschende, Welten zu wandern, die wieder erinnert werden wollen, um hier und jetzt im Paradies zu leben und das Du derjenige warst, der mir die Tür in meinem Leben dafür geöffnet hat.

 

  

…und wenn Euch meine Geschichte"im Herzen" gefallen hat, sammle ich gerne alle Eure liebevollen Fragen und Kommentare, werde beantworten was ich kann, und alles andere, konstruktiv für uns alle veröffentlichen. Denn nur gemeinsam – Männer und Frauen als ebenbürtige Partner - können wir dafür sorgen, dass diese Welt wieder das Paradies wird, das es einmal war.

In diesem Sinne: Lasst Eure Liebe leuchten! Eure Elisabeth Mareia